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21.01.2022

Gemeindliche Gebäude unter der energetischen Lupe

Schulen, Dorfgemeinschaftshäuser, Friedhofshallen und noch viel mehr: über fünfzig Gebäude gehören der Gemeinde Wilnsdorf. Viele von ihnen sind schon einige Jahrzehnte alt und weisen Sanierungsbedarfe auf, bergen damit aber gleichzeitig auch die Chance auf Energie- und CO2-Einsparungen. Genaue Daten dazu liefert jetzt die energetische Untersuchung der Gebäude, die ein Fachbüro im Auftrag der Gemeinde durchgeführt hat.

Lob vom Ingenieur

Dipl.-Ing. Friedhelm Stappenbeck, der Geschäftsführer des beauftragten Fachbüros, stellte gestern dem Haupt- und Finanzausschuss das Ergebnis seiner Untersuchung vor. Der gesamte Bericht mit über 1.000 Seiten Umfang steht nachfolgend zum Download bereit:

Gebäudebewertung (PDF, 35 MB, Untersuchungsbericht zur Einführung eines Energiemanagementsystems für die eigenen Liegenschaften der Gemeinde Wilnsdorf, Stand Dezember 2021)

In seinen einleitenden Worten lobte Stappenbeck die bisherige Arbeit der Gemeinde Wilnsdorf. "Im Vergleich zu anderen Auftraggebern wurden hier schon sehr viele gute Maßnahmen umgesetzt", berichtete der Ingenieur und hob insbesondere Heizungsmodernisierungen und den verstärkten Bau von Photovoltaikanlagen hervor.

Angesichts dieser bereits geleisteten Investitionen sei es nicht verwunderlich, dass die von ihm errechneten Einsparpotentiale vergleichsweise gering ausfallen, erklärte Stappenbeck. Dennoch könne die Gemeinde Wilnsdorf ihren CO2-Ausstoß um ein Viertel reduzieren, wenn sie rund 3,3 Mio. Euro in die Hand nähme, so das Fazit des Ingenieurs.

Erfolge können schon nach drei Jahren spürbar sein

Schon allein durch kurzfristige Maßnahmen, die sich finanziell bereits nach etwas mehr als drei Jahren bezahlt machen, könnten jährlich über 500 MWh Energie und fast 124 t CO2 eingespart werden. Als Beispiele nannte Stappenbeck den Einsatz von LED statt herkömmlichen Leuchtmitteln oder den hydraulischen Abgleich von Heizungen. Solche Maßnahmen würden in Summe rund 115.000 Euro kosten, jährlich aber fast 36.000 Euro sparen. Dass die Gemeinde Wilnsdorf solche schnell umsetzbaren Maßnahmen schon im Blick hat, ergänzte Kämmerer Daniel Denkert. "Einen Großteil wollen wir noch in diesem Jahr abarbeiten".

Zur Erläuterung des Energieberichts sind nachfolgend einige Auszüge aus der Präsentation des Gutachters zu finden:

Zur Umsetzung der verschiedenen mittel- und langfristigen Maßnahmen wird die Verwaltung entsprechende Sanierungskonzepte vorbereiten und dem Hauptausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen, kündigte Kämmerer Daniel Denkert an.