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20.07.2017

Gemeinde Wilnsdorf treibt Zertifizierung mit eea voran

Die Gemeinde Wilnsdorf steigt aktiv in die Zertifizierung mit dem European Energy Award (eea) ein. Bürgermeisterin Christa Schuppler hatte dem Gemeinderat vor einem Jahr vorgeschlagen, an diesem Klimaschutzprogramm teilzunehmen, das Gremium stimmte geschlossen zu.

Vor einigen Wochen erfolgte die langersehnte Bewilligung der Fördermittel, dank derer die Kommune sich auch einen Berater an die Seite holen konnte. Nun kam im Rathaus zum ersten Mal das sogenannte Energieteam zusammen, das den Zertifizierungsprozess engagiert vorantreiben wird.

Wilnsdorfs Umweltberater Fritz Müller leitet das Energieteam. Er erklärt, wie die Runde zusammengesetzt ist: „Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe. Der Fachbereich Umwelt und Bauen steuert und vernetzt alle Aktivitäten, aber berührt werden weitaus mehr Abteilungen. Deswegen haben wir Kollegen aus allen relevanten Fachdiensten mit an den Tisch geholt, von Kämmerei und Gebäudemanagement über Ordnungsamt und Schulverwaltung bis hin zu den Gemeindewerken“. In ihren Händen liegt es jetzt, das eea-Programm umzusetzen, unterstützt durch den eea-Berater Thomas Pöhlker.

Das Besondere am European Energy Award ist, dass am Ende nicht nur ein Zertifikat winkt. Das Programm versteht sich zugleich als Instrument, den kommunalen Klimaschutz voranzubringen. Energie soll effizienter genutzt oder am besten eingespart werden, der Anteil regenerativer Energien soll steigen. Wichtigstes Element des eea-Prozesses ist ein Maßnahmenkatalog, mit dem die Gemeinde ihre Energie- und Klimaschutzaktivitäten erfassen und bewerten kann.

Er enthält 79 zu prüfende Maßnahmen, angesiedelt in sechs übergeordneten Handlungsfeldern: Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation. Gefragt wird beispielsweise, ob es bereits Klimaschutzkonzepte gibt, wie energieeffizient die Straßenbeleuchtung arbeitet, ob energetische Ertüchtigungen bei Gebäuden geplant sind oder ob Umweltbildung in Schulen gefördert wird.

Als erste Amtshandlung des Energieteams gilt es zu analysieren, wie es in Wilnsdorf um diese 79 Punkte bestellt ist. „Wenn wir sehen, wo wir stehen und wo unsere Potentiale liegen, können wir im zweiten Schritt weitere sinnvolle Aktivitäten entwickeln“, kündigt Müller an. Geplant ist, dass die Ist-Analyse während der Sommermonate abgeschlossen wird. Potentielle Maßnahmen könnten dann bereits in der Haushaltsplanung für das kommende Jahr berücksichtigt werden.