Doppelt grün
Die "grüne Waldschule" am Höhwäldchen wächst und gedeiht. Noch wird am Neubau der Grundschule Wilnsdorf gehämmert, gebohrt und geschliffen, aber schon jetzt zeigt sich: Das Gebäude wird etwas ganz Besonderes, optisch wie auch ökologisch.
Die 90 grün umrahmten Fenster, die aktuell eingebaut werden, vermitteln schon einen guten ersten Eindruck von der grünen Fassade, die die Schule später prägen wird. Aber nicht nur optisch wird’s grün, auch in Sachen Nachhaltigkeit geht es Schritt für Schritt weiter.
Auf dem Dach liegt schon das Substrat für die Begrünung, gerade wird die Photovoltaikanlage aufgebaut. Für die künftige Wärmeversorgung werden mehr als zwanzig Bohrlöcher in die Erde getrieben. Sie reichen bis zu 120 Meter in die Tiefe, um die dort konstante Temperatur anzuzapfen. Über ein ausgeklügeltes Leitungssystem werden die gewonnenen Erdwärmeströme künftig die Heizungsanlage speisen.
Auf dem Vorplatz wird derzeit an den Parkflächen gearbeitet. Zum Einsatz kommt ein besonders versickerungsfähiges Pflaster, das nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch mit seiner Streifenoptik überzeugt.
Innen ist der Trockenbau weitgehend abgeschlossen, derzeit wird Estrich verlegt. Ein besonderes Highlight sind die markanten Träger aus nachhaltig angebautem Fichtenholz, die zurzeit im Obergeschoss geschliffen werden. Gemeinsam mit dem Sichtbeton prägen sie nicht nur das innere Erscheinungsbild der Grundschule, sondern sorgen auch für einen angenehmen Waldduft im ganzen Gebäude.
Besonders erfreulich: die Baustelle liegt weiter voll im Zeit- und Kostenrahmen. Der Umzug der Wilnsdorfer Grundschülerinnen und -schüler ist für Sommer 2026 geplant.