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Flüchtlingsarbeit am Runden Tisch

Seit über einem Jahr versammeln sich die Wilnsdorfer Flüchtlingshelfer regelmäßig im Rathaus. Den Runden Tisch hatte Bürgermeisterin Christa Schuppler im Frühjahr 2015 ins Leben gerufen, um die Aktiven zu vernetzen und die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen. Neben den hauptamtlichen Kräften der Kommune sind viele Ehrenamtler dabei: Vertreter der Caritas, der Kirchengemeinden, die Ortsvorsteher und engagierte Privatpersonen.

Das vergangene Treffen leitete Schuppler mit einem Rückblick ein. „Im letzten Jahr bestand unsere Hauptaufgabe darin, die Asylsuchenden unterzubringen“, wusste Wilnsdorfs Bürgermeisterin zu berichten. „Wir mussten Wohnraum finden, Unterkünfte ausstatten, uns darum kümmern, dass die Geflüchteten alles Lebensnotwendige erhalten.“

Inzwischen hat sich der Fokus dahin verschoben, die Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Daher hatte Schuppler Klaus Fenster eingeladen, Geschäftsführer für den Bereich Berufliche Bildung der IHK Siegen und zugleich Geschäftsführer des Berufsbildungszentrums bbz. Er erzählte dem Runden Tisch von einem Pilotprojekt, das junge Flüchtlinge metalltechnisch qualifizierte – mit gutem Erfolg. „Einige Teilnehmer konnten wir dauerhaft in die Betriebe vermitteln“, so Fenster. Im Herbst soll es zu einer Neuauflage kommen, mit mehr Teilnehmern und deutlich erweiterten Berufsfeldern.

Die Wilnsdorfer Flüchtlingshelfer nahmen den Hinweis dankbar auf, geeignete Personen vorzuschlagen. Zurzeit leben 395 Geflüchtete in Wilnsdorf.