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Gut besucherter Infoabend an Grundschule Obersdorf

Zahlreiche Obersdorfer nutzten in der vergangenen Woche die Gelegenheit, sich über die geplante Flüchtlingsunterbringung in ihrem Ort zu informieren. Die Gemeinde Wilnsdorf hatte eingeladen, einen Blick in die seit einem Jahr leerstehende Grundschule zu werfen, die bald Asylbewerber beherbergen soll.

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung von Bürgermeisterin Christa Schuppler (r.) und warfen einen Blick in die leerstehende Grundschule Obersdorf, die in den kommenden Wochen Flüchtlinge aufnehmen soll.

Das Obersdorfer Schulgebäude wird das dritte seiner Art sein, das die Gemeinde zur Unterbringung von Flüchtlingen nutzen muss. Die kommunalen Asylbewerberunterkünfte sind voll belegt, die Gemeinde findet nicht genügend privaten Wohnraum, um immer mehr Flüchtlinge unterbringen zu können. Mittlerweile leben in der ehemaligen Grundschule Wilden fast vierzig Menschen, im Anzhäuser Schulgebäude sind knapp zwanzig Asylsuchende untergebrach, weitere dreißig Personen können hier noch einen Platz finden.

In den kommenden Wochen wird nun auch die Obersdorfer Grundschule für die Aufnahme von Flüchtlingen hergerichtet, die Liegenschaft bietet Platz für fünfzig Menschen. Damit bleibt die Kommune fürs Erste handlungsfähig und kann den kurzfristigen Wohnraumbedarf decken. In der Regel werden der Gemeinde zwei bis drei Mal in der Woche Flüchtlinge zugewiesen, und oft liegen zwischen der Meldung, wie viele Menschen kommen, und ihrer Ankunft in Wilnsdorf nur drei Tage. In der Kommune sind aktuell rund 220 Flüchtlinge untergebracht, allein im September kamen 58 Asylsuchende nach Wilnsdorf.