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Grundschule Anzhausen wird für Flüchtlinge vorbereitet

Zahlreiche Anzhäuser nutzten gestern die Gelegenheit, sich über die Flüchtlingsunterbringung in ihrem Ort zu informieren. Die Gemeinde Wilnsdorf hatte eingeladen, einen Blick in die seit Juni leerstehende Grundschule Anzhausen zu werfen, die bald Asylbewerber beherbergen soll.

Viele Zuhörer waren mit konkreten Fragen gekommen. Wann ziehen die ersten Flüchtlinge ein? Wie viele werden kommen? Wie lange werden sie bleiben? Bürgermeisterin Christa Schuppler nahm sich gern jeder Frage an, auch wenn sie die Antworten teilweise selbst noch nicht kennt. „Wir können nicht vorhersehen, wann wir die ersten Flüchtlinge hier unterbringen müssen, aber sicher ist, dass es in den nächsten Wochen passieren wird“, betont die Rathauschefin. In der Regel werden der Gemeinde zwei Mal in der Woche Flüchtlinge zugewiesen, ohne dass sie auf die Anzahl, die Herkunft oder andere Faktoren Einfluss nehmen kann. Schnellstmöglich sollen deswegen die notwendigen Arbeiten stattfinden: Sanitäranlagen müssen geschaffen, die Klassenräume als Wohneinheiten eingerichtet werden. „Ziel ist es, auf beiden Etagen Platz für zusammen bis zu fünfzig Flüchtlinge zu schaffen“, so Schuppler.

Erfreulich groß war die Bereitschaft unter den Zuhörern, sich um die ankommenden Flüchtlinge kümmern zu wollen. Ortsvorsteher Meinolf Buschmann saß dazu bereits mit Vertretern Anzhausener Vereine zusammen. Am kommenden Mittwoch wird ein nächstes Treffen stattfinden, zu dem gestern Abend weitere Interessierte eingeladen worden sind.