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Wohnraum für Flüchtlinge gesucht

64 Flüchtlinge leben zurzeit in Unterkünften der Gemeinde Wilnsdorf. Nur noch wenige Einzelplätze sind in den Wohnungen frei. Damit hat die Kommune fast keine Möglichkeiten mehr, Asylbewerber angemessen unterzubringen. Um nicht auf Wohncontainer zurückgreifen zu müssen, will die Kommune jetzt geeignete Immobilien anmieten. Denn der Flüchtlingsstrom wird nicht abreißen.

Allein in den ersten sechs Wochen dieses Jahres hat die Bezirksregierung Arnsberg der Gemeinde Wilnsdorf 25 Asylbewerber zugewiesen. Zum Vergleich: 2014 wurde diese Marke im Juli erreicht, insgesamt kamen im vergangenen Jahr 47 Flüchtlinge nach Wilnsdorf. Viele stammen aus Syrien, Iran oder den Ländern des ehemaligen Ostblocks. Weitergeleitet aus den zentralen Aufnahmestellen bleiben sie in Wilnsdorf, bis über ihren Asylantrag entschieden wurde. Das kann Wochen, manchmal Monate dauern.

Während andere Kommunen überlegen, Flüchtlinge zentral in großen Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen, sucht Wilnsdorf nach dezentralen Lösungen, nach Wohnbestand in den Dörfern. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Asylsuchenden besser ins dörfliche Leben integriert werden können. Es werden auch interkulturelle Konflikte vermieden, die auftreten können, wenn Menschen verschiedenster Nationalitäten auf engem Raum zusammenleben müssen.

Daher bittet die Gemeinde Wilnsdorf um Rückmeldung, ob Wohnungen oder Häuser zur Vermietung bereit stehen. Interessierte Eigentümer können sich an Herrn Philipp Clever wenden, Leiter des Fachdienstes Schulen, Kultur, Sport, Soziales.