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24.08.2020

Gemeinde Wilnsdorf erhält Fördermittel für Straßendeckensanierung

Die Gemeinde Wilnsdorf hat erfolgreich Fördermittel aus dem erst im Juli beschlossenen NRW-Investitionspaket für Kommunen eingeworben, das die Folgen der Corona-Krise abmildern soll. Konkret hat Wilnsdorf Zuschüsse aus dem Sonderprogramm zur Stärkung von Erhaltungsinvestitionen in kommunale Verkehrsinfrastruktur, Straßen und Radwege beantragt.

"Durch unser schnelles Handeln nach dem Förderaufruf haben wir uns wichtige Finanzmittel für den Erhalt und die Ertüchtigung unserer kommunalen Infrastruktur gesichert", freut sich Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler. Wie Baufachbereichsleiter Martin Klöckner ausführt, zugleich technischer Betriebsleiter der Gemeindewerke, wird der Zuschuss in Höhe von voraussichtlich 82.500 Euro in die nächsten Fahrbahndeckensanierungen fließen können. Die entsprechende Auftragsvergabe stand am vergangenen Mittwoch auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses und wurde einstimmig beschlossen. 

Bereits fertig ausgebaute Straßen erhalten

Um bereits fertig ausgebaute und mittlerweile zunehmend schadhafte Straßen zu erhalten, schnürt die Gemeinde Wilnsdorf jedes Jahr ein bis zwei Maßnahmenpakete zur Straßendeckensanierung. Dabei werden mehrere flächig sanierungsbedürftige Straßenabschnitte zu einem großvolumigen Auftrag zusammengefasst, der gegenüber Einzelmaßnahmen ein wirtschaftlicheres Ausschreibungsergebnis erwarten lässt. In diesem Jahr hat die Verwaltung zwei Maßnahmenbündel gebildet. Das erste Paket wird schon umgesetzt, in ihm sind zwei Flammersbacher Straßen enthalten, in denen in Zuge der Straßendeckensanierung auch Wasserleitungen erneuert werden.

Für das zweite Maßnahmenpaket mit einem Auftragsvolumen in Höhe von rund 200.000 Euro rechnet die Gemeinde Wilnsdorf nun mit einem Zuschuss in Höhe von ca. 82.500 Euro. "Unmittelbar nach Veröffentlichung des Förderaufrufes haben wir den Antrag gestellt. Der Zuschuss wird auf der Grundlage der Länge des Verkehrsnetzes der Gemeinde Wilnsdorf ermittelt. So versucht die Bezirksregierung, das bereitstehende Fördervolumen von insgesamt 11 Millionen Euro gleichmäßig im Regierungsbezirk zu verteilen", erläutert  Klöckner. Und Schuppler ergänzt: "Wir haben zwar aktuell noch keinen förmlichen Bewilligungsbescheid, aber uns wurde schon der vorzeitige Maßnahmenbeginn genehmigt. So können wir die Arbeiten auch zeitnah bei geeigneter Witterung umsetzen, das passt perfekt."

Sanierung auf 1,2 km Länge

Mit dem jetzt vom Bauausschuss beschlossenen Maßnahmenpaket wurde eine Gesamtsanierungsfläche von rund 5.700m² beauftragt. Im Einzelnen sind Abschnitte in folgenden vier Straßen enthalten, mit einer Gesamtlänge von ca. 1,2 km (Lagepläne sind im Infokasten "Dokumente" zu finden):

  • Am Marienhain, Obersdorf
  • Nassauer Straße, Rudersdorf
  • Frühlingswiese, Wilden
  • Im Strüthchen, Wilden

Die Bauarbeiten sollen im September beginnen. Nach dem Abfräsen der schadhaften Deckschicht werden punktuell Bordsteine und Rinnenanlagen repariert. Zum Abschluss folgt der Einbau der neuen Asphaltdeckschichten mit einem großen Fertiger. In drei der vier Straßen (Ausnahme: Frühlingswiese, Wilden) werden die Gemeindewerke auch alte, bruchgefährdete Wasserleitungen ersetzen. Dank dieser bewährten Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Gemeindewerke können technische und wirtschaftliche Synergien optimal ausgenutzt werden. Über die konkrete Umsetzung der jeweiligen Baumaßnahmen und die damit einhergehenden verkehrlichen Regelungen werden die betroffenen Anlieger frühzeitig informiert.