Seiteninhalt

10.11.2021

Verborgener Umweltschutz

Reifenabrieb, Öltropfen, Feinstpartikel aus Abgasen: gerade auf vielbefahrenen Straßen sammeln sich Schadstoffe, die mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen sind. Vom Regen werden sie in die Kanalisation gespült und von dort aus in die Gewässer geleitet – eine große Belastung für die Natur, für Pflanzen und Tiere.

Gemeindewerke rüsten Abwassernetz mit Filtern nach

Um die Umwelt besser vor diesen Schadstoffen zu schützen, rüsten die Gemeindewerke Wilnsdorf ihr Abwassernetz daher vor allem an verkehrsreichen Strecken mit Filtern nach, im Fachjargon Niederschlagswasserbehandlungsanlagen genannt. Eine solche Nachrüstung, die übrigens auch gesetzlich vorgeschrieben ist, erfolgte kürzlich im Industriegebiet Wilnsdorf und an zwei Stellen in der Ortsdurchfahrt Wilden.

Von außen ähneln die Filter riesigen Betonrohren, erst der Blick ins Innere offenbart ihre Funktionsweise. Das Niederschlagswasser fließt zunächst in die Zulaufkammer. Hier findet schon die erste Filterung statt, denn Leichtflüssigkeiten wie Öl und Benzin bleiben zurück, während das Wasser nach unten in einen Sedimentationsraum geleitet wird. Dort können sich in einem zweiten Filterschritt Stoffe allein durch ihr Gewicht ablagern. Anschließend strömt das Wasser durch einen dreilagigen Filter, der auch Schwermetalle und andere Spurenstoffe aus dem Wasser holt, und verlässt die Ablaufkammer gereinigt in Richtung Gewässer.

Weitere Investitionen in saubere Gewässer geplant

Für die beiden Filter in der Ortsdurchfahrt Wilden haben die Gemeindewerke rund 205.000 Euro in die Hand genommen, weitere 120.000 Euro wurden in die Niederschlagswasserbehandlungsanlage in der Dortmunder Straße investiert. Und auch im kommenden Jahr sind wieder Maßnahmen für saubere Gewässer eingeplant. Umweltschutz findet eben manchmal im Verborgenen statt.