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19.06.2020

Im kreativen Wettbewerb zur besten Lösung für neue Grundschule

Nicht nur zeitgemäß, sondern zukunftsweisend soll sie werden, die neue Grundschule Wilnsdorf. Und das in vielerlei Hinsicht: pädagogisch, ästhetisch, funktional und ökologisch. "Wir haben hier eine große Gestaltungsverantwortung, die wollen wir bestmöglich wahrnehmen", erklärt Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler und schlägt daher einen Architektenwettbewerb für den Schulneubau vor. In der kommenden Ratssitzung am 25. Juni steht das Thema auf der Tagesordnung.

Neubau im Bereich "Höhwäldchen" geplant

Im November vergangenen Jahres hatte sich der Rat mit großer Mehrheit für einen Neubau der Grundschule ausgesprochen, weil im bestehenden Schulgebäude am Standort "Vorm Brand" Mehrzweck-, Ganztags- und Gruppenräume im Umfang von insgesamt ca. 200 m² fehlen, die Turnhalle erneuert werden müsste und weitere Sanierungsbedarfe zu decken wären. Nach intensiver Diskussion wurde die Verwaltung beauftragt, den Neubau der Schule im Bereich "Höhwäldchen" zu planen.

Die ersten Schritte sollen nun in Form eines Architektenwettbewerbs gegangen werden. "Eine Schule neu zu planen und zu bauen, stellt eine besondere Herausforderung dar", weiß Tillmann Henrich, der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Gemeinde Wilnsdorf und selbst Architekt. "In der Planung müssen pädagogische und architektonische Fragen ganz eng verzahnt werden, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren". Zahlreiche Verordnungen und Richtlinien gilt es zwingend zu beachten, daneben konkurrieren unterschiedlichste Empfehlungen darin, wie modernen Lern- und Lehrsituationen optimal Raum gegeben werden kann. "Mit einem Architektenwettbewerb, bei dem wir Ziele und Vorgaben formulieren, können wir uns verschiedene Lösungen zur Auswahl stellen lassen", wirbt Henrich für den kreativen Prozess. Ein unabhängiges Büro würde die Verwaltung fachlich beraten, den Wettbewerb organisatorisch betreuen und damit auch dessen Rechtssicherheit gewährleisten. Für Honorar und Preisgelder plant die Verwaltung eine Summe von 125.000 Euro ein. "Dafür entfallen aber die sonst in diesen Planungsphasen üblichen Honorare, die bis zu 250.000 Euro betragen", rechnet Henrich.

Startschuss für Wettbewerb könnte im September fallen

Bürgermeisterin Schuppler hat die Idee aus einem weiteren Grund unterstützt: "Mir ist wichtig, dass unsere bestehenden Schulen nicht vernachlässigt werden. Dort sollen weiterhin die notwendigen Sanierungsarbeiten geplant und durchgeführt werden können, auch dafür müssen meine Mitarbeiter noch Zeit haben". Gleiches gelte hinsichtlich der anderen kommunalen Gebäude und Hochbauprojekte, "ich erinnere nur an die Modernisierung unserer Feuerwehrgerätehäuser", ergänzt Schuppler. Der Architektenwettbewerb werde natürlich auch betreuungsintensiv, sei aber dennoch eine Entlastung des Fachdienstes, "anders würden wir das schlicht und ergreifend nicht stemmen können". Die Suche nach einem wettbewerbsbetreuenden Büro hat bereits begonnen, ein Ergebnis steht noch aus. "Wir hoffen, im September den Startschuss für den Wettbewerb geben zu können", zeigen sich Schuppler und Henrich optimistisch.