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02.07.2020

Vorbildliche Klimaschützer ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr hat die Gemeinde Wilnsdorf wieder zusammen mit dem Energieversorger innogy engagierte Klimaschützer aus der Wielandgemeinde mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Zur feierlichen Übergabe des mit insgesamt 2500 Euro dotierten Preises empfing Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler die drei Preisträger – das Gymnasium Wilnsdorf, den Bürgerverein Flammersbach e.V.  und den VfB 1928 Wilden e. V. – im Forum des Gymnasiums Wilnsdorf. 

Bei der Ehrung nahmen die Vertreter Urkunden, Blumen und Prämien von Christa Schuppler, Klimaschutzmanager Henner Heide und innogy-Kommunalmanager Reiner Hirschhäuser in Empfang. Erst im Laufe der Verleihung erfuhren sie, welche Platzierung und somit auch welches Preisgeld sie überhaupt erwartete.

"Wir alle können etwas für den Klimaschutz tun", betonte Bürgermeisterin Schuppler und lobte das Engagement der drei Preisträger. "Ich finde es toll, was für gute Ideen Sie im Sinne des Klimaschutzes entwickelt und – das wichtigste – letztlich auch umgesetzt haben." Auch Wilnsdorfs Klimaschutzmanager Henner Heide war begeistert von den Gewinnerprojekten: "Klimaschutz kennt keine Grenzen und fängt meist im Kleinen – vor unserer Haustüre – an", so Heide. "Daher freue ich mich, dass Klimaschutz hier in Wilnsdorf schon von so vielen Menschen gelebt wird." Mit der Verleihung des Klimaschutzpreises soll dieses vorbildliche Handeln besonders gewürdigt werden.

Über den dritten Platz – mit einem Preisgeld von 500 Euro – durfte sich der VfB 1928 Wilden e.V. freuen, der im Februar ein Jugendfußballturnier als „abfallarme Veranstaltung“ austrug und bei der Ausgabe von Getränken und Speisen ganz bewusst Einweg-Produkte durch Mehrweg-Produkte ersetzte oder gänzlich auf Verpackungen verzichtete. So wurde z.B. die Bockwurst im Brötchen statt auf dem Pappteller serviert, Getränke und Pudding gab es anstatt in Einwegbechern in teilweise extra dafür angeschafften Tassen und Gläsern. Hierfür wurde zudem ein manueller Spüldienst eingerichtet. "Ein großartiger und ganz wichtiger Schritt für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen", würdigte Reiner Hirschhäuser von innogy den Einsatz der Vereinstreibenden, "es wäre wünschenswert, wenn andere Vereine diesem tollen Beispiel folgen würden."

Der zweite Platz ging an den Bürgerverein Flammersbach e.V., der durch die Installation eines Holzhybridofens für Pellets und Scheitholz den Energieverbrach des vereinseigenen Bürgerhauses deutlich senken konnte. Insbesondere zu Veranstaltungen wird nachhaltig mit Holz aus heimischen Wäldern geheizt. Als Resultat einer Thermografie-Untersuchung stehen als nächstes zudem noch die Modernisierung des Heizkreislaufes und der Austausch mehrerer Fenster an. Für sein vorbildliches und dauerhaftes Engagement zur Energieeinsparung erhielt der Verein ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro.

Auf dem ersten Platz des diesjährigen Klimaschutzpreises landete das Gymnasium Wilnsdorf mit gleich zwei Initiativen, die mit einem Preisgeld in Höhe von 1250 Euro prämiert wurden. Zum einen punktete das Schülerprojekt "GyWi goes Green", in dessen Zuge schon einige Optimierungen hinsichtlich Nachhaltigkeit an der Schule erzielt werden konnten. Besondere Resonanz erntete der Vorschlag der Schüler, auf dem Dach des Gymnasiums eine Photovoltaikanlage zu installieren. Die Idee kam zeitgleich mit der verwaltungseigenen Planung auf den Tisch der Bürgermeisterin, so dass sie kürzlich schon einen positiven Ratsbeschluss erwirken konnte. Auf Initiative der Schüler wurden aber auch die Coffee-to-go-Becher abgeschafft und durch wiederverwendbare Keramikbecher ersetzt, außerdem verbessern farblich korrekte Mülleimer eine vorschriftsmäßige Abfallentsorgung. Das zweite preiswürdige Engagement des Gymnasiums ist das im Jahr 2015 gestartete Wildbienenprojekt, das den Schülerinnen und Schülern einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit der Natur und den Ressourcen nahebringt. Im Rahmen einer Projektwoche fand der Bau eines Insektenhotels unter Berücksichtigung von Nistbedingungen einheimischer Insekten statt, mit dem Verkauf von "Dosenhotels" auf dem Schulfest wurde die Bedeutung öffentlichkeitswirksam nach außen getragen und zudem entstand im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Gemeinde Wilnsdorf eine große Wildblumenwiese auf dem Schulgelände.

Bürgermeisterin Christa Schuppler gratulierte den Preisträgern mit wertschätzenden Worten und dankte allen für ihr vorbildliches Engagement: "Sie leisten einen wichtigen Beitrag, um dem Thema Klimaschutz in der Gemeinde Wilnsdorf noch mehr Bedeutung zu geben. Ich hoffe sehr, dass Ihr Handeln viele Nachahmer findet."