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29.04.2021

Äpfel und Birnen aus der Glockenwiese

Am Rande des Niederdielfer Wohngebiets Grimberg entsteht zurzeit ein buchstäblich geschmackvolles Biotop: mit viel Muskel- und noch mehr Zeiteinsatz haben Anwohner der Glockenwiese und der benachbarten Klosterstraße eine Streuobst- und Wildblumenwiese angelegt.

Heimische Sorten angepflanzt

Auf einer bisher brachliegenden Fläche sind neun Obstbäume gepflanzt worden, und auch der Samen für die Wildblumenwiese wurde schon auf die Erde gebracht. Jetzt heißt es Geduld haben, bis die Arbeit Früchte trägt. Das Zwischenergebnis hat sich Bürgermeister Hannes Gieseler kürzlich begeistert angesehen.

Malus Zabergäu Renette, Vereinsdechant Birne, Schwarze Knorbelkirsche – die Neuzugänge in der Glockenwiese tragen klangvolle Namen. "Uns war wichtig, heimische Obstsorten anzusiedeln“, erklärt Klaus Scheld, Anwohner der Klosterstraße. Bei der Auswahl verließ er sich auf fachkundige Hilfe, denn der Standort ist nicht ganz unproblematisch: Hanglage, eingerahmt von einem kleinen Bach, im Schatten eines angrenzenden Waldes. Genau aus diesen Gründen ist dieses Areal nicht bebaubar. "Deshalb überlegten wir, wie man die Fläche optisch und ökologisch aufwerten könnte", erinnert sich Scheld.

Anwohner pflegen Obstgarten selbst

Schnell reifte die Idee einer Streuobstwiese mit alten Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschsorten heran. Ortsvorsteher Olaf Withake vermittelte den Kontakt ins Rathaus, wo das Vorhaben direkt auf offene Ohren stieß. "Wir hatten bereits geplant, eine Wildblumenwiese auf der Fläche anzulegen", berichtet Bürgermeister Hannes Gieseler, "die Obstbäume ergänzen das sehr gut".

Daher überließ die Gemeinde Wilnsdorf die Fläche gern und stellte das Saatgut für die Wildblumenwiese zur Verfügung, im Gegenzug verpflichteten sich die Anwohner zur Gestaltung und Pflege des Obstgartens. Sie bereiteten den Boden vor, kauften Baumsetzlinge und brachten zuletzt die Samen für die Wildblumenwiese aus. "Ein tolles Engagement", lobt Bürgermeister Gieseler bei seinem Besuch vor Ort, "damit haben die Anwohner ihr Umfeld nicht nur attraktiv mitgestaltet, sondern gleich noch einen kleinen Beitrag für den Artenschutz geleistet". Spätestens zur Ernte wolle er wieder vorbeischauen, kündigt Gieseler an.