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05.06.2019

Kita-Anmeldungen künftig online möglich

Eltern können sich künftig bequem zuhause am Computer über Betreuungsangebote für ihre Kinder informieren und diese auch online anmelden. Möglich macht das die neue Software webKITA, die das Kreisjugendamt zum Kindergartenjahr 2020/21 einführt. Am 18. Juni wird das neue Angebot im Jugendhilfeausschuss erstmals öffentlich vorgestellt.

„Ich freue mich, dass wir den Eltern mit webKITA die Suche und Buchung eines geeigneten Kindergartens erheblich leichter und komfortabler machen können“, freut sich Landrat Andreas Müller: „Gemeinsam mit den Kita-Trägern werden wir den Eltern nun ein zeitgemäßes Anmeldeverfahren für Betreuungsplätze anbieten können.“ Den Trägern wurde webKita bereits am 25. April vorgestellt.

Bisher haben Eltern in den zehn Kommunen, für die das Kreisjugendamt zuständig ist *), ihre Kinder ausschließlich in den Kindertageseinrichtungen vor Ort angemeldet. Künftig wird das in der Regel online geschehen –  für einen oder mehrere Kindergärten und unter Angabe der gewünschten Betreuungszeiten. Die Anmeldebestätigung erhalten die Eltern direkt nach der Anmeldung ebenfalls elektronisch. Sie kann dann heruntergeladen und für die eigenen Unterlagen ausgedruckt werden.

„Da wir wissen, dass nicht alle Eltern über einen Internetzugang verfügen, oder z.B. auch sprachliche Gründe gegen die Nutzung des Online-Anmeldeverfahrens sprechen können, gibt es natürlich auch künftig die Möglichkeit, sein Kind direkt in einem Kindergarten vor Ort anzumelden“, unterstreicht der Landrat. Dann trägt die jeweilige Einrichtung den Anmeldewunsch in webKITA ein.

Die Anmeldefrist für das jeweils folgende Kindergartenjahr endet einheitlich immer am 15. Januar, wobei Anmeldewünsche, die bis Ende Januar eingehen, ebenfalls berücksichtigt werden. Zu- und Absagen werden dann ab dem 1. Februar erteilt. Natürlich sind auch in Zukunft jederzeit Anmeldungen oder Änderungen für das laufende oder das nächste Kindergartenjahr möglich, künftig sowohl online als auch direkt in einer Kita.

„Selbstverständlich gilt auch weiterhin die Zusage, dass Eltern für jedes Kind, für das sie es wünschen, ein Betreuungsangebot erhalten werden“, betont Landrat Andreas Müller, „auch wenn das nicht immer im Wunschkindergarten sein kann. Mit dieser Zusage stehen wir im Vergleich zu anderen Regionen und insbesondere den Großstädten und Metropolregionen ganz hervorragend da und untermauern damit unseren Anspruch, eine besonders familienfreundliche Region zu sein!“

Die neue Software ist nicht nur für die Eltern ein großer Schritt nach vorne, sie macht es auch den Mitarbeitern des Kreisjugendamtes wesentlich einfacher, zeitnah einen genauen Überblick über die tatsächlichen Betreuungsbedarfe zu erhalten, erläutert der Landrat: „Wir erhalten deutlich bessere Auswertungsmöglichkeiten, die den Verwaltungsaufwand und die Aufbereitung der Daten für die Bedarfsplanung erheblich reduzieren.“

Entwickelt wurde die Software von der Firma BOS GmbH aus Koblenz. Diese hatte sich in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Aktuell wird die Software den Wünschen und Erfordernissen des Kreises Siegen-Wittgenstein angepasst. Mitarbeiter der BOS GmbH werden das Portal dann am Dienstag, 18. Juni, ab 16:00 Uhr im Kreisjugendhilfeausschuss vorstellen. Dieser tagt öffentlich im Raum 1317 des Kreishauses, Koblenzer Straße 73, in Siegen.

 

*) Die Stadt Siegen verfügt über ein eigenes Jugendamt, das auch die Kindertagesbetreuung in der Universitätsstadt eigenverantwortlich organisiert.

 

Quelle: Pressemitteilung des Kreises Siegen-Wittgenstein