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09.01.2019

Niederdielfer Feuerwehrgerätehaus umgebaut

Einsatz erfolgreich beendet, kann im Feuerwehrgerätehaus Niederdielfen vermeldet werden. Das Gebäude wurde im vergangenen Jahr umfangreich umgebaut. Damit kann die Gemeinde Wilnsdorf einen ersten Haken setzen: Schritt für Schritt beseitigt die Kommune den Platzmangel in ihren Feuerwehrgerätehäusern.

Eine Veränderung springt direkt ins Auge, in der neu geschaffenen Umkleide leuchten fabrikneue Spinde in strahlendem Feuerwehrrot. Die Schränke wurden der Einsatztruppe von der Wilnsdorfer Firma Stumpf gespendet. Doch im Gebäude ist noch weitaus mehr geschehen, das Aufmerksamkeit verdient.

Raumbedarf festgestellt

Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler blickt bei einem Besuch vor Ort zurück: „Vor rund einem Jahr haben wir eine Untersuchung in Auftrag gegeben, inwieweit unsere Gebäude noch den Raumbedarf der elf Löscheinheiten decken können“. Die Frage wurde im Zuge der wiederkehrenden Brandschutzbedarfsplanung aufgeworfen, die auch den Zustand der Feuerwehrgerätehäuser betrachtet.

Das Ergebnis der Untersuchung: Weil die Gebäude im Bestand überwiegend gleichgeblieben sind, sich aber die räumlichen und technischen Bedürfnisse der Löscheinheiten im Laufe der Zeit verändert haben, sollen einige Feuerwehrgerätehäuser baulich verändert werden.

Individuelle Lösungen für jeden Standort

Gemeinsam mit der Feuerwehrleitung hatte Christa Schuppler daraufhin ein Konzept erarbeitet, wie die Raumprobleme zügig und zugleich effizient gelöst werden können. Dazu besuchte sie mit Christian Rogalski, dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, alle elf Löscheinheiten. Aus den Gesprächen konnten stets konstruktive Vorschläge und das Angebot mitgenommen werden, tatkräftig mit anzupacken, so die Bürgermeisterin.

Nun zieht Schuppler positive Zwischenbilanz: „An manchen Standorten werden wir schon mit dem Umbau vorhandener Räume Abhilfe schaffen können, wie etwa in Niederdielfen erfolgreich geschehen“. In dem Gebäude entstanden für die Feuerwehrfrauen und -männer separate Sanitär- und Umkleideräume inklusive neuer Abluftanlage, außerdem wurde die als „schwarz-weiß-Prinzip“ bezeichnete Trennung von verschmutzter Schutz- und privater Kleidung möglich gemacht. Im Obergeschoss wurde ein neuer, zweiter Rettungsweg für den Schulungsraum geschaffen.

Maßnahmen für weitere Gebäude in Planung

An anderen Standorten ist es mit einem Umbau nicht getan, aber auch hier ist die Gemeinde schon aktiv. „Wir treiben gleichzeitig mehrere Projekte voran, um nicht unnötig Zeit zu verlieren“, berichtet Schuppler. Erst im November hat der Hauptausschuss einstimmig einer intensiv vorbereiteten Verwaltungsvorlage zugestimmt, das Feuerwehrgerätehaus Rinsdorf zu erweitern.

Dort soll eine neue Fahrzeughalle angebaut werden, die die immer größer gewordenen Löschfahrzeuge aufnehmen kann. Im Bestandsgebäude wird damit Platz frei, der Raum schafft für Umkleiden, geschlechtergetrennte Sanitärbereiche und die Schwarz-Weiß-Trennung der Kleidung. Rund 237.000 Euro hat die Verwaltung dafür in den Haushaltsplan 2019 eingestellt. „Ähnliches haben wir mit dem Feuerwehrgerätehaus Oberdielfen vor“, kündigt Schuppler an, „einen entsprechenden Vorschlag werde ich dem Hauptausschuss im Februar vorlegen“.