Seiteninhalt

26.03.2021

Finanzspritze für interkommunale Zusammenarbeit

Die Gemeinden Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf wollen in Sachen Tourismus und Standortmarketing enger zusammenarbeiten und ihre touristischen Angebote, die teils ohnehin über die gemeindlichen Grenzen hinweg bestehen, optimieren und attraktiver gestalten. Bei ihrem Vorhaben profitieren die drei Südsiegerländer Kommunen von einem Förderprogramm des Landes NRW, das die Initialisierung interkommunaler Zusammenarbeit finanziell unterstützt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sie einen entsprechenden Antrag gestellt, übrigens als erste Kommunen im Regierungsbezirk Arnsberg. Der positive Bescheid aus Arnsberg traf kürzlich ein: Das Kooperationsprojekt wird mit einer Summe von bis zu 180.000 Euro gefördert. Für die Verwendung der Fördermittel gibt es auch schon konkrete Pläne, wie Dr. Bernhard Baumann, Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen, in einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus Burbach und Wilnsdorf erklärte: "Es soll eine touristische Serviceeinheit gegründet werden, mit der wir unsere Kompetenzen bündeln und unseren Wirkungsgrad erhöhen werden." Ziel sei es, die Region durch eine klare Positionierung als touristisches Ziel attraktiver zu machen und in der Außendarstellung zu stärken.

Im ersten Schritt soll ein Gutachten erstellt werden, das die jetzigen Strukturen in den jeweiligen Verwaltungen analysiert und die für die zentrale Zusammenlegung notwendigen Ressourcen aufzeigt. Dank der Förderung können sich die Kommunen im Gründungsprozess der touristischen Serviceeinheit kompetent beraten und begleiten lassen, zudem werden anfängliche Personal- und Sachkosten zur Anbahnung der Kooperation gefördert. Ein Teil der Fördermittel soll zudem in eine gemeinsame Website fließen, auf der die vielfältigen touristischen Angebote der Nachbargemeinden attraktiv präsentiert werden sollen. "Wir haben im südlichen Siegerland viele abwechslungsreiche Angebote, die wir weiterentwickeln und sichtbarer machen möchten", erklärte Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers.

Der neue Web-Auftritt soll den Bürgerinnen und Bürgern noch einmal die vielen sehens- und erlebenswerten Möglichkeiten in ihrer Heimat vor Augen führen und als Tourismus-Aushängeschild mehr Gäste von außerhalb in die Region locken. Durch die Intensivierung des Standortmarketings sollen darüber hinaus die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften gefördert werden. "Es sprechen zahlreiche Faktoren für eine engere interkommunale Zusammenarbeit", betonte Hannes Gieseler, Bürgermeister der Gemeinde Wilnsdorf, "letztendlich werden alle Kommunen davon profitieren."