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02.12.2019

Gutes Zwischenzeugnis zum European Energy Award

"Sie haben zwei Blockheizkraftwerke gebaut, investieren in die energetische Sanierung der kommunalen Gebäude, fördern die Nutzung erneuerbarer Energien wie Wind- oder Solarenergie und unterstützen auch Ihre Bürger und Unternehmen darin, Energieverbräuche zu reduzieren, Sie sind auf einem wirklich guten Weg": Mit viel Lob im Gepäck war Thomas Pöhlker am vergangenen Donnerstag von Greven nach Wilnsdorf gereist.

Klimaschutzaktivitäten gebündelt

Der akkreditierte eea-Berater begleitet die Gemeinde Wilnsdorf seit 2016 auf dem Weg hin zur Auszeichnung mit dem European Energy Award. In einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt und des Haupt- und Finanzausschusses berichtete Pöhlker von den Fortschritten Wilnsdorfs.

Eingangs erinnerte Bürgermeisterin Christa Schuppler an das Integrierte Klimaschutzkonzept, das die Gemeinde Wilnsdorf 2014 verabschiedet hatte, inklusive der Selbstverpflichtung, am eea teilzunehmen. "Wir haben schon vorher daran gearbeitet, effizienter im Einsatz von Energien zu werden und einen wachsenden Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien zu leisten", benannte sie das Solarpotentialkataster auf der gemeindlichen Internetseite und die Freigabe kommunaler Dachflächen für Investoren, die eine Photovoltaikanlage errichten wollen. "Mit den Möglichkeiten des eea  können wir unsere Aktivitäten bündeln, steuern und zielgerichtet vorantreiben", leitete sie zur Zwischenbilanz des eea-Beraters über. Die fiel positiv aus.

Potentiale der Windenergienutzung und des Radverkehrs nutzen

Insbesondere zum verwaltungsinternen Energieteam unter Leitung von Martin Klöckner, Fachbereichsleiter für Umwelt und Bauen, fand Pöhlker lobende Worte. "Nicht in jedem Rathaus treffen sich vierteljährlich Verantwortliche aus allen Fachdiensten, da sind die Wilnsdorfer Kollegen sehr engagiert unterwegs", berichtete er. Die Sitzungen, die auch stets von Klimaschutzmanagerin Mareike Oertel begleitet werden, verliefen immer sehr offen und konstruktiv, "in Wilnsdorf werden Energieeffizienz und Klimaschutz als ämterübergreifende Herausforderung verstanden und angenommen", so Pöhlker. Und das sei eben auch an den Fortschritten bei der Umsetzung des energiepolitischen Arbeitsprogramms erkennbar.

Nach dem Beitritt zum eea wurden die Klimaschutzaktivitäten der Gemeinde Wilnsdorf einer IST-Analyse unterzogen, erinnerte Pöhlker an die Ausgangslage: "Damals ermittelten wir, dass Wilnsdorf knapp 40 Prozent dessen ausschöpfte, was mit kommunaler Klima- und Energiepolitik erreicht werden könnte". Heute sei er sicher, dass mit den bereits umgesetzten und weiteren geplanten Maßnahmen der Erfolgsgrad auf mindestens 50% gesteigert werden kann, "das ist die Schwelle für die Auszeichnung mit dem European Energy Award". Potential bergen insbesondere der Ausbau der Windenergienutzung und die Verbesserung des Radwegenetzes. "2021 werden wir es genau wissen, dann steht Ihre finale Zertifizierung an", gab er den anwesenden Rats- und Ausschussmitgliedern nochmal Mut und Schwung mit auf den Weg.

Bürgermeisterin appellierte an gemeinsame Verantwortung

Und diesen Schwung werde es benötigen, fasste auch Bürgermeisterin Christa Schuppler nach. "Wir haben schon viel erreicht, aber es ist noch Luft nach oben". Den ungenutzten Raum gelte es mit den entsprechenden Beschlüssen im Rat zu füllen, mahnte die Bürgermeisterin. "Die Verwaltung und ich unterbreiten Ihnen viele Vorschläge, entscheiden müssen wir aber gemeinsam", appellierte sie an ihre Kollegen im Gemeinderat.