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09.10.2018

Klimaschutz ist kinderleicht

„Es kann kinderleicht sein, einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten, und ihr liefert den Beweis“. Mit diesen Worten gratulierte Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler den frischgekürten Preisträgern des Klimaschutzpreises, den die Gemeinde Wilnsdorf und der Energieversorger innogy kürzlich verliehen haben.

Lob für Wildblumenwiese

Zwei Grundschulprojekte und ein Kindergarten waren aus den Einsendungen ausgewählt worden. Ihre Vertreter konnten Urkunden und Prämien aus den Händen von Bürgermeisterin Schuppler, Klimaschutzmanagerin Mareike Flörke und innogy-Mitarbeiter Reiner Hirschhäuser in Empfang nehmen.

Vor der eigentlichen Preisverleihung würdigte Bürgermeisterin Schuppler einen Beitrag, der zwar nicht die Förderbedingungen des innogy-Klimaschutzpreises erfüllte, aber dennoch ein Lob verdiente. Katrin Stangier aus Wilden hatte eine Wildblumenwiese angelegt und damit Lebensraum und Nahrungsquellen für viele Tiere und Pflanzen geschaffen. „So einfach kann es sein, etwas für die Biodiversität in unserer Natur zu tun“, lobte Schuppler. 

Klimaschutzpreis für upcycling-Projekte 

Über den dritten Platz des Wilnsdorfer Klimaschutzpreises 2018 durften sich Schüler der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) Wilnsdorf freuen. Sie hatten sich auf kreative Weise des Themas Abfall angenommen und durch sogenanntes Upcycling vermeintlich wertlose Abfallprodukte in kleine Kunstwerke verwandelt, wie Miniaturstädte, Vasen oder Figuren. Die Kinder lernten durch dieses Projekt nicht nur die Wichtigkeit der Abfallvermeidung kennen, auch ihr Verständnis für den Wert von Dingen wurde positiv verändert.

Mit dem zweiten Platz des Wilnsdorfer innogy-Klimaschutzpreis wurde ein ähnliches Projekt an der Grundschule Rudersdorf ausgezeichnet. Dort widmeten sich die Klasse 3a und die Umwelt-AG der OGS ebenfalls dem Upcycling und verwandelten Plastikflaschen und Deckel in Spardosen, Blumentöpfe und andere Kunstwerke. Darüber hinaus recherchierten die Schüler über Herkunft, Trennung und Umweltverträglichkeit von Müll und schufen die Bilderreihe „Wie kommt das Plastik in das Meer?“.

Umweltbewusster Alltag prämiert

Bei den Preisträgern des ersten Platzes sind Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz fester Bestandteil des Alltags. Die Kinder aus dem DRK-Familienzentrum Galileo Dielfen pflegen einen ganz besonderen Umgang mit der Natur und natürlichen Ressourcen. Einmal im Monat besuchen die Kinder den Birkenhof, dort bestellen sie einen eigenen kleinen Acker und verarbeiten die Ernte selbst weiter. Daneben versucht der Kindergarten, weitgehend auf Verpackungsmüll zu verzichten. Fällt er doch an, wird er in Kunstobjekte verwandelt.

Nach den Glückwünschen an die Gewinner erinnerte Bürgermeisterin Christa Schuppler an den außergewöhnlich trockenen und heißen Sommer: „Jeder Einzelne ist gefragt, seinen persönlichen Lebensstil klimaverträglich zu gestalten“. Auch die Gemeinde Wilnsdorf leiste mit verschiedenen Maßnahmen einen Beitrag, etwa durch die Förderung und Nutzung von Elektromobilität, den Einsatz von Ökostrom oder indem kommunale Gebäude energetisch saniert werden, wie zurzeit das Rathaus. „Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst und wollen diese Rolle bestmöglich erfüllen“, sagte Schuppler und adressierte an die stolzen kleinen Klimaschützer „ich hoffe, dass auch eure vorbildlichen Ideen und Projekte viele Nachahmer finden“.