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28.08.2019

Neues Dach für Festhalle

Die blau-weißen Wimpelketten zum 50. Geburtstag der Gemeinde Wilnsdorf sind abgehängt worden, nun schmücken Gerüst und Baukran die Wilnsdorfer Festhalle: Ihr Dach wird in den kommenden Wochen saniert, es war nach mehr als dreißig Jahren bei Wind und Wetter undicht geworden.

Das Dach der Festhalle Wilnsdorf wurde in den 80er Jahren mit Bitumenschweißbahnen abgedichtet. Das Material ist Dachpappe ähnlich, aber deutlich dicker, und die Bahnen sind miteinander verschweißt. Im Laufe der Zeit sind einige Schweißverbindungen aufgeplatzt und Löcher im Material aufgetreten. „Wir werden die gesamte Abdichtung entfernen und stattdessen Kunststoffbahnen aufbringen, die sind kostengünstiger und leichter, das bringt uns auch statische Vorteile, da wir die Unterkonstruktion des Daches erhalten wollen“, berichtet Tillmann Henrich, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Gemeinde Wilnsdorf.

Photovoltaikanlage zu schwer

Mit der Statik spricht der Architekt ein Thema an, das der Gemeinde in anderer Sache einen Strich durch die Rechnung macht. „Leider lässt es die Tragkraft der Dachunterkonstruktion nicht zu, eine Photovoltaikanlage auf das neue Dach zu setzen“, bedauert Bürgermeisterin Christa Schuppler, der Verwaltungschefin ist die Nutzung erneuerbarer Energien ein großes Anliegen. „Eine neue Dachunterkonstruktion, die das Gewicht einer Photovoltaikanlage hätte tragen können, würde mehr als 500.000 Euro kosten, das war nicht umsetzbar“. Einen Umweltnutzen wird die Dachsanierung dennoch haben: Die alte, 8cm dicke Dämmung wird gegen eine 12cm starke ausgetauscht, die die Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllt.

Gesamtinvestition von über 500.000 Euro

Später wird die Festhalle noch eine neue Heizung erhalten, genauer gesagt der gesamte Komplex an der Rathausstraße 9. Bisher werden Festhalle, Museum und Rathaus II durch drei einzelne Anlagen mit Wärme versorgt, das soll künftig eine zentrale Heizung erledigen. „Damit sparen wir nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch im Betrieb, da die neue Heizung einen höheren Wirkungsgrad erzielen wird“, erklärt Henrich. Die Verwaltung rechnet mit um 14% niedrigeren Heizkosten gegenüber den alten Anlagen. Die Verbräuche der verschiedenen Gebäudeteile können mit Wärmemengenzählern ermittelt werden.  

Heizungseinbau und Dachsanierung sollen bis zum Winter abgeschlossen sein. Insgesamt investiert die Gemeinde Wilnsdorf fast 540.000 Euro in beide Maßnahmen.