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18.02.2021

Rollende Kamera wird Straßenzustand erfassen

Ab Montag wird die Gemeinde Wilnsdorf eine rollende Kamera über ihre Straßen schicken. Das auffällige, orange-silberne Fahrzeug mit Berliner Kennzeichen ist mit speziellen Sensoren und Aufnahmetechnik ausgerüstet und soll den Zustand aller Straßen in der Gemeinde dokumentieren. Den Auftrag dazu hatte der Wilnsdorfer Bau- und Umweltausschuss im vergangenen Jahr vergeben.

Während der Fahrt können die Sensoren des Messfahrzeugs die Straßenflächen erfassen, gleichzeitig nehmen Kameras Einzelbilder vom Straßenraum und seinen Verkehrsanlagen wie Ampeln, Verkehrszeichen und Straßenlampen auf.

Wie Bürgermeister Hannes Gieseler erklärt, ist die detaillierte Straßeninventur ist nicht nur Teil der regelmäßigen, gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfung aller kommunalen Vermögenswerte: "Die Informationen aus der Bestandsaufnahme werden uns auch helfen, das neu vom Land NRW vorgeschriebene kommunale Straßen- und Wegekonzept zu erstellen, das zwingende Grundlage für Zuschüsse zu Straßenbaumaßnahmen ist". Und Fachbereichsleiter Martin Klöckner ergänzt: "Mit den aktuellen und umfassenden Daten können wir auch unser Straßenerhaltungsmanagement optimieren". Die Mitarbeiter werden sich später einfach am PC per Mausklick jeden Straßenabschnitt vors Auge holen können. Das wird nicht nur bei der Planung von Unterhaltungs-, Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen helfen, auch Hinweise und Fragen zu Straßenschäden aus der Bevölkerung können dann schneller und genauer zugeordnet und beantwortet werden. Wichtig ist Bürgermeister Hannes Gieseler noch ein Hinweis auf den Datenschutz. "Die Messergebnisse werden von uns ausschließlich intern zur Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur genutzt".

Wer mehr wissen möchte, vor allem wie sich die Straßenzustandserfassung von Aufnahmen unterscheidet, die beispielsweise Google für sein Produkt Street View macht, findet Informationen im Infokasten "Dokumente".