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13.10.2020

Trauerbeflaggung zu Ehren von Ministerpräsident a.D. Wolfgang Clement

Für Dienstag, den 13. Oktober, ist Trauerbeflaggung an allen Dienstgebäuden des Landes und der Kommunen in NRW angeordnet. An diesem Tag findet in Bonn der Staatsakt des Landes Nordrhein-Westfalen für den am 27. September 2020 verstorbenen ehemaligen Ministerpräsidenten und ehemaligen Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, statt.

Wolfgang Clement war nach seinem Abitur 1960 zunächst als Volontär und Redakteur der "Westfälischen Rundschau" tätig und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Münster. Nach dem 1. Staatsexamen wechselte er 1965 als Rechtsreferendar und wissenschaftlicher Assistent ans Institut für Prozessrecht der Universität Marburg. Ab 1968 arbeitete er als politischer Redakteur, Ressortleiter Politik und stellv. Chefredakteur erneut für die "Westfälische Rundschau", von 1987 bis 1989 als Chefredakteur für die "Hamburger Morgenpost". Dann ging Clement in die Politik.

1989 wurde der damalige SPD-Politiker als Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes NRW in die von Ministerpräsident Johannes Rau geführte Landesregierung berufen. Nach der Landtagswahl 1995 bekleidete er das Amt des Ministers für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr. Am 27. Mai 1998 wurde Clement als Nachfolger von Johannes Rau zum Ministerpräsidenten des Landes NRW gewählt und führte bis 21. Oktober 2002 eine rot-grüne Koalition.

Nach der Bundestagswahl 2002 gab Clement am 21. Oktober sein Amt als Ministerpräsident auf und wurde am 22. Oktober 2002 zum Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit in der von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführten Bundesregierung ernannt. Er übernahm das durch die Zusammenlegung von Wirtschafts- und Arbeitsministerium neu geschaffene "Superministerium", das er bis 22. November 2005 leitete. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Umsetzung der Agenda 2010 beteiligt. Nach der Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin schied Clement am 22. November 2005 aus dem Amt. (Quelle: Landtag NRW)

Laschet: Nordrhein-Westfalen verliert einen modernen Gestalter, der das Bild unseres Landes langfristig geprägt hat

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet würdigte seinen Vorgänger als prägende Figur Nordrhein-Westfalens: "Schon damals – in der Amtszeit Clements als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen – war eines der beherrschenden Themen der Strukturwandel und die Zukunft des Kohlebergbaus in Nordrhein-Westfalen. Er setzte auf den Industrie- und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen und legte damit auch die Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung zu Beginn des zweiten Millenniums. Wolfgang Clement steht symbolisch als Startpunkt und Ideengeber für den Strukturwandel, dessen Fortsetzung und Finalisierung wir dieser Tage erleben. (...)

Nordrhein-Westfalen verliert einen modernen Gestalter und pragmatischen Lenker der das Bild unseres Landes langfristig geprägt hat. Persönlich verliere ich einen liebenswerten Menschen, der immer für Rat zur Verfügung stand. (...)

In der Nacht zum 27. September ist Wolfgang Clement friedlich in seinem Haus in Bonn im Kreise seiner Familie entschlafen. Er wird dem Land und auch mir persönlich fehlen. Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland sind seiner Frau Karin, seinen Kindern und der ganzen Familie im Gebet und in Gedanken verbunden.“

Quelle: Pressemitteilung der Landesregierung NRW