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26.10.2020

Wettbewerb "Insektenfreundlicher Garten und Balkon" findet Gewinnerin

Angefangen bei einer appetitlich mit Orchideen und anderen Wildblumen gedeckten Wiese, über Trockenmauern mit heimeligen Rückzugsmöglichkeiten bis hin zum kleinen Teich, der nicht nur Libellenherzen höher schlagen lässt – rund um das Haus in der Wildener Struthstraße entfaltet sich ein wahres Insektenparadies. Kein Wunder, dass Katrin Stangier mit ihrem bunten Biotop den Wilnsdorfer Wettbewerb "Insektenfreundlicher Garten und Balkon" gewonnen hat.

Bürgermeisterin Christa Schuppler und Klimaschutzmanager Henner Heide überbrachten die gute Nachricht kürzlich persönlich und nutzten die Gelegenheit, selbst einen Blick in den Garten zu werfen. Die Blütenpracht war inzwischen zwar verblüht, aber die Fotos aus Stangiers Bewerbung sprachen Bände. "Hier wachsen vor allem Knabenkräuter", wusste Stangier im Gespräch mit Schuppler und Heide zu benennen, und für die Verbreitung der heimischen Orchidee sorgt die Gartenfreundin selbst: "Die Wiese wird erst spät im Jahr gemäht, damit Samen reifen und ausfallen können". Überhaupt versucht Stangier, ihren Garten möglichst naturnah zu gestalten, damit Insekten nicht nur Nahrung, sondern auch Rückzugsorte finden. Dafür dürfen beispielsweise abgestorbene Äste am Baum bleiben, solange sie nicht bruchgefährdet sind; und fällt doch mal Gehölzschnitt an, wird er zu Hecken aufgeschichtet. Denn Totholz dient Insekten gleichermaßen als Nahrung, Versteck und Baumaterial. Ein weiteres Insektenzuhause brachten Schuppler und Heide mit, als kleine Siegerprämie für den Gewinn des Insektenschutzwettbewerbs.

Insgesamt dreizehn Bewerbungen waren ins Rathaus geflattert, "eine tolle Resonanz für unseren ersten Aufruf", freute sich Klimaschutzmanager Heide. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin und dem Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt hatte er alle Einsendungen gesichtet. "Positiv aufgefallen war mir, dass in Wilnsdorfer Gärten oft heimische Saaten und Gewächse zum Einsatz kommen", lobte Heide, "und beim Bau von Insektenhotels wurde sehr darauf geachtet, dass die verwendeten Nistmaterialien auch wirklich den Bedürfnissen der Insekten entsprechen". Besonders angetan war der Klimaschutzmanager von jenen Wettbewerbsbeiträgen, an denen Kinder beteiligt waren. "Es ist wichtig, den Umweltschutzgedanken schon in den Köpfen der Jüngsten zu verankern", so Heide.

Leider konnten nicht alle Teilnehmer auf dem ersten Treppchen landen. Aber Bilder und Beschreibungen der besten Einsendungen sind auf der Website www.wilnsdorf.de/insektenschutz veröffentlicht, um Ideen für Nachahmer zu präsentieren.