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10.05.2021

11.05.-16.05.: Präsentation zum Architektenwettbewerb "Neubau Grundschule Wilnsdorf"

Einladend, klar strukturiert, sich ruhig in die Landschaft am Höhwäldchen einfügend: So könnte die neue Grundschule Wilnsdorf aussehen, zumindest wenn es nach dem Siegerentwurf geht, der am vergangenen Freitag im Architektenwettbewerb für den Schulneubau gekürt wurde. Zehn Modelle hatte die Jury zu bewerten, eingesandt von Architektenbüros aus ganz Deutschland und sogar der österreichischen Hauptstadt. Heimische Planer hatten sich nicht am Wettbewerb beteiligt.

Der 1. Platz geht an ein Planungsbüro aus Stuttgart. "Der Siegerentwurf ist von vorne bis hinten durchdacht", sagt Bürgermeister Hannes Gieseler, der als Jurymitglied an der Preisvergabe beteiligt war. Der Entwurf überzeugt u.a. mit seiner kompakten Bauweise, den sehr klaren Strukturen, dem offenen Eingangsbereich und dem separaten Zugang der Turnhalle, die mit in das Gebäude integriert ist. Der Entwurf habe sich deutlich von den anderen abgehoben, erklärt Wettbewerbsbetreuer Volker Langenbach, "deshalb hat das Preisgericht einstimmig entschieden, keinen zweiten Platz, sondern zwei dritte Plätze zu vergeben." Zudem erhielt eine besonders originelle Entwurfsidee eine Anerkennung.

Den Rahmen, in dem sich die Entwürfe bewegen sollten, hatte die Gemeinde Wilnsdorf vorab mit ihrer Ausschreibung gesetzt: die neue Schule soll als inklusive Schule mit Einfeldsporthalle und Mensa konzipiert werden, die ausreichend Raum für Ganztagsangebote bietet und zukünftig auch eine Dreizügigkeit zulässt. Die Planer waren außerdem angehalten, sich am Passivhausstandard zu orientieren, auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen und den wirtschaftlichen Unterhalt des Gebäudes nicht aus dem Auge zu verlieren. "Dank des Wettbewerbs können wir nun mehrere Entwürfe unter den verschiedenen Gesichtspunkten miteinander vergleichen und unsere eigene Idee weiterentwickeln", nimmt Wilnsdorfs Bürgermeister die nächsten Schritte in den Blick.

Welcher Entwurf tatsächlich in die Realität umgesetzt wird, entscheidet sich in jetzt anstehenden Gesprächen mit allen Prämierten, erklärt Dipl.-Architektin Daniela Fischer vom Zentralen Gebäudemanagement der Gemeinde Wilnsdorf.  Nach den Gesprächen, die übrigens vergleichbar sind mit Bewerbungsgesprächen, wird ein Vergabevorschlag erstellt und die Beauftragung eines Preissiegers empfohlen.  Die zuständigen Ausschüsse sowie der Rat der Gemeinde Wilnsdorf werden über diesen Vergabevorschlag beraten und die Verwaltung mit der Auftragserteilung in einer der nächsten Ratssitzung beauftragen, bevor es an die weitere Planung wie die Weiterentwicklung des Bauplanungsverfahrens oder die Erschließung des neuen Gebäudes geht. "Wir haben noch viele Planungsschritte vor uns, aber wir sitzen in den Startlöchern, um den Prozess zügig umzusetzen", so Bürgermeister Gieseler.

Öffentliche Präsentation der Entwurfspläne und Modelle

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die prämierten Entwurfspläne und Modelle ab Dienstag, 11. Mai, bis Sonntag, 16. Mai, täglich von 14 Uhr bis 17.30 Uhr in der Festhalle Wilnsdorf besichtigen (Zugang über Hinterhof des Museums) – nach vorheriger Terminabsprache! Terminanmeldungen nimmt die Gemeindeverwaltung telefonisch unter 02739/802-211 zu folgenden Zeiten entgegen: Di, Mi und Fr von 8 Uhr bis 12 Uhr, sowie während der Präsentationszeiten (Di bis So, 14 Uhr bis 17.30 Uhr).
Außerdem können die Entwurfspläne und Modellfotos auf dieser Seite eingesehen werden.