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25.10.2016

Neue Strom-, Gas- und Wasserleitungen unter A 45 bei Rinsdorf

Der Landesbetrieb Straßen NRW wird in den nächsten Jahren die Autobahnbrücke bei Rinsdorf erneuern. Um den Arbeitsraum für den Brückenanschluss Richtung Frankfurt frei zu bekommen, wurden die dortigen Strom- und Gasleitungen sowie eine Wasserleitung in neun Metern Tiefe neu gelegt. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz hat dazu eine Spezialfirma beauftragt sowohl die Strom- und Gasleitungen und als auch dienstleistend die Wasserleitung der Gemeinde Wilnsdorf mittels dem Horizontalhochdruck-Spülbohrverfahren unter der Autobahn A45 zu legen.

Beim Horizontalhochdruck-Spülbohrverfahren schiebt ein Bohrer die Spülbohranlage durch ein Einstiegsloch in der Erde nach vorn. Das Bohrgestänge wird dann Stück für Stück verlängert. Damit das Gestänge geschmeidig den Boden durchdringt und die verdrängte Erde ausspült, wird eine spezielle Bohrflüssigkeit aus Ton und Wasser unter Hochdruck mit eingeführt. Ein Techniker unterstützt den Spülbohrfahrer mit einem Ortungsgerät, damit das Bohrgestänge nicht von der vorgesehenen Strecke abweicht. Nach erfolgreicher Bohrung wird auf der gesamten Länge ein Mantelrohr eingezogen, in das wiederum die jeweiligen Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser ebenfalls durchgezogen werden. „Das Horizontal-Spülbohrverfahren erweist sich als äußerst umweltschonend, weil es nur punktuelle Eingriffe in der Natur verursacht. Oft können damit auch Bauzeit und Verkehrsbehinderungen verringert sowie Genehmigungsverfahren beschleunigt werden“, sagte Netzplaner und Projektleiter Frank Wulfestieg vom Westnetz-Regionalzentrum Sieg. Von den drei Bohrungen sind jetzt nur noch die beiden Kopflöcher neben der Autobahn zu sehen.

Quelle: Westnetz GmbH, Siegen