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26.09.2018

"Gute Schule 2020": Finanzspritze für Wilnsdorfer Schulen neu angesetzt

Sicherstellung des Brandschutzes, Verbesserung der Medienausstattung, bauliche Unterhaltung – die Gemeinde Wilnsdorf hat sich eine Menge ins Hausaufgabenheft geschrieben, um gute Lehr- und Lernbedingungen an den sieben Schulen in ihrer Trägerschaft zu gewährleisten.

Eine kleine Finanzspritze für diese millionenschweren Aufgaben erhält die Kommune seit vergangenem Jahr durch das Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Insgesamt 813.200 Euro stellt das Land NRW der Gemeinde Wilnsdorf für den Zeitraum 2017 bis 2020 zur Verfügung, pro Jahr 203.300 Euro. Nun muss die Liste jener Maßnahmen, die von den Fördermitteln profitieren sollen, angepasst werden. Darüber wird Rat der Gemeinde Wilnsdorf am 11. Oktober entscheiden, vorab können Haupt- und Finanzausschuss sowie der Schulausschuss ihr Votum abgeben.

Bildschirme für Gymnasium und Hauptschule

Im Juli 2017 hatte der Rat beschlossen, welche Projekte in den folgenden vier Jahren unterstützt und teilweise refinanziert werden sollen. U.a. war für 2018 geplant, die weiterführenden Schulen mit WLAN auszustatten und die Toiletten der Grundschule Wilnsdorf zu sanieren. Nun schlägt die Verwaltung in Abstimmung mit den betroffenen Schulleitungen dem Gemeinderat vor, diese Maßnahmen zu verschieben. Stattdessen soll die Medienausstattung am Gymnasium Wilnsdorf und an der Hauptschule bereits in 2018 erweitert werden. Konkret soll das Geld in den Kauf großer Bildschirme für die Klassenräume fließen. Mit den Mitteln für das kommende Jahr soll WLAN an beiden Schulen eingerichtet werden, 2020 ist WLAN für die Realschule an der Reihe.

Für die Anpassung der Maßnahmenliste macht die Verwaltung die laufende 360-Grad-Analyse der Wilnsdorfer Schullandschaft verantwortlich. Die hatte der Gemeinderat Anfang 2018 in Auftrag gegeben. Ingenieure und Raumplanungsexperten ermitteln zurzeit für alle Schulen, wie sich ihr baulicher Zustand darstellt, wie ihre künftigen Raumbedürfnisse nachhaltig gedeckt werden können und welche Investitionen dafür notwendig wären. Die Untersuchung wird voraussichtlich bis November 2018 abgeschlossen sein und dann der Politik und der Öffentlichkeit präsentiert.

Bauliche Maßnahmen zurückgestellt

Um den Ergebnissen dieser umfangreichen Betrachtung nicht vorzugreifen, hatte die Verwaltung größere Instandhaltungsarbeiten an den Schulen zurückgestellt, um im Nachhinein nicht feststellen zu müssen, dass Investitionen in anderem Umfang oder an anderer Stelle besser gewesen wären. In der Sitzungsvorlage zum veränderten Maßnahmenpaket „Gute Schule 2020“, über die der Rat zu entscheiden hat, stellt die Verwaltung aber klar: „Das bedeutet, dass die geplanten Toilettensanierungen zu einem späteren Zeitpunkt an den weiterhin genutzten Schulgebäuden durchgeführt werden sollen, dann allerdings außerhalb des Förderprogramms Gute Schule 2020. Die Gelder sollen dann im Rahmen des Haushaltes der Gemeinde Wilnsdorf zur Verfügung gestellt werden“.

Aus gleichem Grund soll auch die Einrichtung von kabellosen Netzwerken an den weiterführenden Schulen um ein Jahr verschoben werden, führt die Verwaltung fort: „Auch hier werden die noch ausstehenden strategischen Entscheidungen aus dem 360-Grad-Prozess zu berücksichtigen sein“. Absehbar ist aber bereits, dass die Kosten deutlich höher ausfallen werden als 2017 geschätzt, weil strenge Brandschutzauflagen zu erfüllen sein werden.