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Breitbandausbau

Zu einer zukunftssicheren Infrastruktur gehören auch leistungsstarke Internetverbindungen. Deswegen arbeitet die Gemeinde Wilnsdorf aktiv am Breitbandausbau in allen elf Ortsteilen mit. Beispielsweise unterstützen wir ausbauwillige Telekommunikationsunternehmen ganz unbürokratisch in ihren Planungen, zapfen aber auch finanzielle Fördermöglichkeiten für den Ausbau der digitalen Netze an.

Mit diesem doppelten Engagement ist es uns gelungen, schon heute eine flächendeckende Versorgung aller Haushalte mit Downloadraten von mindestens 50 Mbit/s vorweisen zu können. Unsere Gewerbegebiete sind sogar mit Downloadraten von mindestens 200 Mbit/s versorgt. Und wir setzen uns weiter für eine noch leistungsfähigere Breitbandversorgung ein, mit Blick auf Anschlussqualitäten von bis zu 1000 Mbit/s.

Internetversorgung in Wilnsdorf

Verschiedene Netzbetreiber unterhalten in der Gemeinde Wilnsdorf umfassende (Kupfer-)Kabelnetze, die alle Menschen mit schnellem Internet (mind. DSL-Qualität) versorgen. Nach und nach sollen die Kabelnetze (mindestens teilweise) durch Glasfaser ersetzt werden, da diese Technologie deutlich leistungsfähiger ist (Stichwort "gigabitfähig"). Auf diesen Ausbau zielt die Breitbandförderung des Bundes ab.

Die Bandbreiten vieler Haushalte in Anzhausen und Flammersbach konnte die Telekom zuletzt durch einen eigenfinanzierten Ausbau merklich verbessern. Verwendet wird hierbei sog. "FTTC-Technik“ (fibre to the curb), bei der Glasfaserkabel bis zu den Verteilerkästen im Ort verlegt wurden.

Zur konkreten Breitbandversorgung liegen nur gemeindeweite Daten vor, da es sich hierbei um freiwillige Angaben der Telekommunikationsunternehmen handelt. Die jüngste Abfrage des GigabitAtlas.NRW kam zu folgendem Ergebnis (Stand Juni 2021):

Quelle: Siegen-Wittgenstein - Gigabit.NRW

Leistungsvermögen Ihres Anschlusses

Auch wenn grundsätzlich eine gute Breitbandversorgung in der Gemeinde Wilnsdorf gegeben ist, kann die tatsächliche Geschwindigkeit in Einzelfällen variieren. Das ist u.a. von der verbauten Leitungstechnik und – im Falle von Kupferleitungen bzw. sog. FTTC-Technik – von der Entfernung zum nächsten Verteilerkasten abhängig. In diesen Fällen lohnt sich ein Geschwindigkeitscheck beim gewünschten Internetanbieter oder die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur.

Kupfer vs. Glasfaser 

Wie schnell Sie tatsächlich im Internet unterwegs sein können, entscheidet sich auf den letzten (Kilo-)Metern zwischen Ihrem Hausanschluss, dem Verteilerkasten und der Vermittlungsstelle. Diese Kabel sind entweder noch aus Kupfer (klassische Telefon- oder modernere Koaxialkabel) oder schon aus Glasfaser. Beim Transport durch Kupferkabel werden Daten abgeschwächt; je länger das Kupferkabel und je höher die zu übertragende Frequenz ist, desto höher ist die Dämpfung des Signals. Dagegen werden Daten im Glasfaserkabel fast verlustfrei transportiert.

Ist Glasfaser verlegt, unterscheidet man FTTC („Fibre to the Curb“ – Glasfaser bis zum Verteilerkasten) und FTTH („Fibre to the home“ – Glasfaser bis zum Kundenanschluss).

Wie bringt die Gemeinde Wilnsdorf den Breitbandausbau voran?

Was ist bisher geschehen?

Seit 2015 gibt es das Breitbandförderprogramm des Bundes. In mehreren Etappen (sogenannten „Calls“) wurden bundesweit Fördermittel in Höhe von insgesamt fast 10 Milliarden Euro ausgeschüttet, um flächendeckende Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s zu gewährleisten. Zur Kofinanzierung flossen weitere Fördermittel vom Land NRW.

Die Gemeinde Wilnsdorf hat sich frühzeitig – bereits im Rahmen des 2. Calls – am Breitbandförderprogramm des Bundes beteiligt und setzt auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein. Dank der erfolgreichen Bewerbung und zügigen Umsetzung konnte der Breitbandausbau in der Gemeinde Wilnsdorf ordentlich Fahrt aufnehmen, und 2020 bescheinigte eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln die Zielerreichung im Sinne des Breitbandförderprogrammes: nämlich die (fast) flächendeckende Versorgung mit Downloadraten von mindestens 50 Mbit. Damit nahm die Gemeinde Wilnsdorf im Vergleich aller 396 NRW-Kommunen eine hervorragende Platzierung ein:


  • Für private Nutzer konnte die Gemeinde Wilnsdorf in dieser Studie einen fast flächendeckenden Zugang ans Breitbandnetz vorweisen, mit einer Versorgungsquote von 99 %. Diesen Spitzenwert erreichte keine andere Stadt oder Gemeinde im Kreis Siegen-Wittgenstein, landesweit lag die Gemeinde Wilnsdorf damit auf Rang 8 (betrachtet wurde die Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s). Lediglich wenige Grundstücke in Außenbereichen waren noch nicht ans Breitbandnetz angeschlossen. Um auch diese Lücken zu schließen, hatte sich die Gemeinde Wilnsdorf erfolgreich um eine Förderung im Rahmen des 6. Calls des Breitbandausbauprogramm des Bundes beworben. Die Umsetzung läuft zurzeit.
  • Auch 98% aller Unternehmen in der Gemeinde Wilnsdorf verfügten 2020 bereits über einen Breitbandzugang. Wiederum errang Wilnsdorf damit den ersten Platz im kreisweiten Vergleich und schob sich im landesweiten Vergleich sogar auf Rang 2 (betrachtet wurde die Versorgung mit mindestens 200 Mbit/s).

Wie geht es weiter?

Aktuell stehen die "weißen Flecken" im Fokus unseres gemeindlichen Engagements: das sind wenige Anschlüsse im Außenbereich, die noch unter der Schwelle von 50 Mbit/s liegen, Schulen (sofern der Breitbandausbau nicht vom Land gefördert wurde) und Gewerbegebiete mit besonderem Bedarf.

Um diese Bereiche ans Breitbandnetz anzuschließen, haben wir uns in Kooperation mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein erfolgreich am 6. Call der Breitbandförderung des Bundes beteiligt. Geplant ist, diese ca. 140 Adressen noch im Jahr 2022 mit gigabitfähigen Glasfaseranschlüssen auszustatten: näheres

Die Breitbandförderung des Bundes zielt seit April 2021 auf sogenannte "graue Flecken": Anschlüsse, denen im Download weniger als 100 Mbit/s zuverlässig zur Verfügung stehen. Für Schulen und Unternehmen gelten höhere Grenzwerte, hier greift die Förderung bereits bei Downloadraten unter 500 Mbit/s.

Die Gemeinde Wilnsdorf wird sich auch für den Ausbau gigabitfähiger Internetverbindungen einsetzen und in Kooperation mit dem Kreis an weiteren Förderprogrammen teilnehmen.

Und wie steht's um den Mobilfunk?

Das Gebiet der Gemeinde Wilnsdorf ist insgesamt gut mit Mobilfunk versorgt: werden alle aktuellen Netzanbieter zusammengefasst, besteht im gesamten Gemeindegebiet die Möglichkeit, 4-G zu empfangen. Im Bereich der 5-G-Technologie gibt es je nach Netzanbieter noch Ausbaupotentiale.

Quelle: Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur


Wenn Sie die augenblickliche Netzverfügbarkeit Ihres Mobilfunknetzes erfassen wollen, können Sie die Funkloch-App der Bundesnetzagentur nutzen.