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06.11.2019

Sonnige Aussichten

In Kürze wird das Dach über dem Westflügel des Wilnsdorfer Rathauses saniert. Die Aufträge hatte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vergeben, zurzeit wird das Gerüst für die Bauarbeiten aufgestellt. Damit geht die schrittweise Sanierung des vierzig Jahre alten Gebäudes wie geplant weiter.

In den vergangenen anderthalb Jahren wurden bereits die Bürofenster im Ost- und Westflügel ausgetauscht, die wie das Gebäude selbst aus den 1970er Jahren stammten und entsprechend schlechte Energiewerte aufwiesen.

Dach undicht

Das Dach über dem Bürotrakt ist seit geraumer Zeit undicht und wurde schon mehrfach punktuell abgedichtet, wie Dipl.-Ing. Tillmann Henrich erläutert. „Trotzdem haben wir immer wieder Wassereinbrüche im Dachgeschoss feststellen müssen, die Feuchtigkeit hat inzwischen irreparable Schäden an der Dämmung hinterlassen“, so der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Gemeinde Wilnsdorf. Bevor der Winter mit starkem Niederschlag und Schneelast kommt, soll das Dach grundlegend abgedichtet sein, die gesamte Maßnahme inklusive neuer, effizienterer Dämmung wird bis zum Frühjahr dauern.

Im Zuge dessen wird auch der Personenaufzug erneuert und bis ins Dachgeschoss verlängert, um auch dort für Barrierefreiheit zu sorgen. Das Dach über dem Ostflügel muss übrigens noch nicht saniert werden. Die Verwaltung hatte auch diesen Teil des Daches untersuchen lassen, hier sah ein Fachunternehmen jedoch keinen kurz- oder mittelfristigen Sanierungsbedarf.

Photovoltaikanlage liefert Strom

Wenn das Dach über dem Bürotrakt saniert ist, kann noch ein besonderes Anliegen von Bürgermeisterin Schuppler umgesetzt werden: Weil sie die Nutzung erneuerbarer Energien fördern will, lässt die Verwaltungschefin jedes kommunale Dach dahingehend prüfen, ob es eine Photovoltaikanlage tragen kann. „Bei der Festhalle, deren Dach gerade saniert wurde, war das aus statischen Gründen leider nicht möglich“, bedauert Schuppler, „aber das Rathausdach ist bestens geeignet“.

Rund 64.000 kWh Strom soll die neue PV-Anlage nach der Planung der Verwaltung erzeugen, was die jährlichen Energiekosten der Kommune um rund 7.000 Euro senken wird. Die Photovoltaikanlage wird sich nach vierzehn Jahren amortisiert haben. Für die gesamte Baumaßnahme sind Kosten in Höhe von 300.000 Euro vorgesehen.