Delegation des europäischen Handelsverbandes besuchte Großhändler in Wilnsdorf
Von Vielfalt und Leistungsfähigkeit des deutschen Großhandels konnte sich eine achtköpfige Delegation des europäischen Handelsverbandes EuroCommerce am 17. und 18. September 2018 im Raum Siegen überzeugen. Die Delegation machte auch in Wilnsdorf Halt.
Besucht wurden mehrere Großhandelsunternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten, um über Auswirkungen europäischer Regelungen auf den Großhandel zu sprechen. Die Region Arnsberg-Siegen wurde ausgewählt, weil sie zu den leistungsstärksten Wirtschaftsregionen in Nordrhein-Westfalen zählt.
EuroCommerce, mit Sitz in Brüssel, vertritt den gesamten Handelssektor, d.h. Großhandel und Einzelhandel, gegenüber den europäischen Institutionen. Die Mitglieder setzen sich zusammen aus Verbänden aus 31 Ländern, die 5,4 Mio. Unternehmen repräsentieren. Das Gespräch mit Europäischer Kommission, Europaparlament und Vertretern des Europäischen Rates gehören zum Tagesgeschäft von EuroCommerce.
Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zählt ebenfalls zu den Mitgliedern von EuroCommerce. Der Besuch auf Einladung des BGA dient dem Ziel, sich bei deutschen Unternehmen des Großhandels über deren Geschäfte zu informieren und über Fragen der europäischen Gesetzgebung und deren Auswirkungen auf die Unternehmen zu sprechen.
Zum Auftakt des Programms besuchte die Delegation die Firma Krückemeyer GmbH und wurde dort von Jan Krückemeyer, geschäftsführender Gesellschafter, empfangen. Krückemeyer ist Vize-Präsident des BGA sowie Vorsitzender des Europa-Ausschusses des Verbandes. Die Krückemeyer GmbH ist im technischen Handel mit Schleifmitteln und Klebebändern tätig. Auch aus weiteren Branchen wurden Unternehmen besucht:
- Hugo Roth GmbH, Wilnsdorf (Arbeitsschutz)
- HTI Hortmann KG, Wilnsdorf (Handel für Tiefbau und Industrietechnik)
- Steiner GmbH Chemie und Labortechnik, Siegen (Chemie)
- ALFA Handelskontor Heider GmbH, Siegen (Fahrzeugteile)
- Bublitz GmbH, Wenden (Elektro)
Die Gespräche der Delegation konzentrierten sich auf die Themen
- Digitalisierung im Großhandel
- Hindernisse für den Großhandel auf dem europäischen Binnenmarkt
- Fragen zur europäischen Chemikaliengesetzgebung REACH und Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft
- Fachkräftemangel und Ausbildung von Fachkräften
Die Unternehmen stellten anschaulich dar, wie sie durch Spezialisierung und Anpassung an neue Kundenanforderungen ihr Profil schärfen und ihre Marktmöglichkeiten ausbauen. Hierbei spielt die Nutzung der vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung bei Geschäftsanbahnung, Auftragsabwicklung und neuen Dienstleistungen häufig eine wichtige Rolle. Entscheidend bleibt im Geschäft dennoch der menschliche Faktor: Dem latenten Fachkräftemangel begegnen die meisten Unternehmen mit eigenen Ausbildungsaktivitäten für Nachwuchskräfte.