Gemeinde Wilnsdorf beginnt Bau des Radweges zwischen Rudersdorf und Wilnsdorf
Rudersdorf und Wilnsdorf werden in den kommenden Jahren durch einen vollständig befestigten, alltagstauglichen Radweg östlich der Landstraße L722 miteinander verbunden. Die Bauarbeiten starten bereits im Sommer 2025 mit der Erneuerung der Brücke über die Weiß.
Die Baukosten der neu entstehenden Radverbindung werden vom Landesbetrieb Straßenbau NRW als Baulastträger übernommen. Das sind voraussichtlich insgesamt rund 1.750.000 Euro. Die Gemeinde Wilnsdorf übernimmt die Planung inklusive der Planungskosten und koordiniert auch die Durchführung der Baumaßnahme. Der kommunale Eigenanteil liegt voraussichtlich bei etwa 25 %.
Bauarbeiten beginnen Sommer 2025 mit dem Brückenbau über die Weiß
Beim Ersatzneubau der Brücke über die Weiß wird die Tragfähigkeit verbessert, sodass auch weiterhin alle üblichen land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeuge die Brücke benutzen können. Die neue Brücke ist insbesondere auch für Radfahrer sicherer.
Außerdem wird die Durchgängigkeit des Gewässers für Kleinlebewesen erhöht. Die Brücke wird verbreitert und unter der Brücke eine Berme angelegt. Die Berme ist ein Absatz in der Uferböschung, der Böschungsabbrüche verhindert und zugleich Amphibien die Möglichkeit bietet, direkt am Gewässer die Brücke zu queren.
Im Mobilitätskonzept Radverkehr der Gemeinde Wilnsdorf ist die Ortsverbindung Rudersdorf-Wilnsdorf mit hoher Priorität eingestuft. Der Ausbau des 3,08 km langen Radweges zwischen den Bereichen Wiesenstraße in Rudersdorf und dem Gymnasium Wilnsdorf in Wilnsdorf erfolgt ab 2026.
Zwischen Rudersdorf und Wilnsdorf gibt es bisher noch keine durchgehend alltagstaugliche, verkehrssichere Radwegeverbindung. Radfahrer befahren aktuell teilweise die Wirtschaftswege oder die Landstraße L 722 selbst. Die Wirtschaftswege sind jedoch durch Schlaglöcher, Erosionen und nicht ausreichender Wegbreite bei Begegnungsverkehr nicht verkehrssicher. Die Nutzung der stark befahrenen Landstraße, die auch als Autobahnzubringer dient, bedeutet für Radfahrer, sich ungeschützt neben Fahrzeugen mit hohen Geschwindigkeiten zu bewegen. Daher nutzen viele für die Strecke zwischen Wilnsdorf und Rudersdorf vorwiegend den eigenen PKW.
Der Radweg Rudersdorf-Wilnsdorf verbindet zwei Siedlungs- und Infrastrukturschwerpunkte in der Gemeinde Wilnsdorf. Er wird auf der früheren Trasse der Landstraße zwischen den beiden Ortsteilen bis auf einen bereits gepflasterten Abschnitt vollständig asphaltiert. Das macht die Radstrecke künftig weitgehend witterungsunabhängig nutzbar und wartungsarm.
Der neue Radweg wird grundsätzlich eine nutzbare Wegbreite von 3 Metern haben. Dadurch wird der zu erwartende Begegnungsverkehr zwischen Fußgängern, Radfahrern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen verkehrssicher ermöglicht.
Im Bereich unterhalb des Gymnasiums gibt es einen Abschnitt mit starkem Gefälle. Hier wird es eine Abflachung und eine Verbreiterung des Weges geben, um die bisher bestehende Unfallgefahr zu vermeiden.
Durch Artenschutz- und Umweltprüfungen sowie eine landschaftspflegerische Begleitplanung gewährleistet die Gemeinde, dass bei der geplanten Radwegebaumaßnahme die Schutzziele des Naturschutzgebiets Weißbachtal und des Landschaftsschutzgebiets Wilnsdorf beachtet und gesetzlich geschützte Biotope nicht beeinträchtigt werden. Allein die Trassenwahl auf einem bereits vorhandenen Wirtschaftsweg vermeidet erforderliche massive zusätzliche Eingriffe in die Natur, die durch eine Neubaumaßnahme entstanden wären.
Zum Schutz von Amphibien werden während der Bauphase Schutzzäune aufgestellt und der Asphalt aufgehellt, um die Hitzeentwicklung auf dem Radweg zu reduzieren. Für die zusätzlichen Bodenversiegelungen durch die Asphaltierung des Schotterweges sowie die notwendige Wegeverbreiterung auf dem Abschnitt unterhalb des Gymnasiums leistet die Gemeinde ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Hierzu werden im Wildener und Wilgersdorfer Wald Flächen mit klimaresistenterem Laubwald aufgeforstet.