Neuer Radweg Wilgersdorf-Wilnsdorf: Baubeginn Sommer 2025
Im Sommer plant die Gemeinde Wilnsdorf den Baubeginn des Radweges zwischen Wilgersdorf und Wilnsdorf. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen.
Im 2019 erstellten Mobilitätskonzept Radverkehr ist der Radweg als wichtige Ortsverbindung eingestuft, die mit Priorität ausgebaut werden soll. Nun konnte die Verwaltung Fördermittel sichern, ohne die das Großprojekt nicht umgesetzt werden könnte. Rund 90% der Baukosten werden gefördert, das sind satte 869.800 Euro bei Baukosten von 980.700 Euro insgesamt.
Sicherer, multifunktionaler Rad- und Wirtschaftsweg verbindet Ortsteile
Zwischen Wilgersdorf und Wilnsdorf gibt es noch keine durchgehend ausgebaute, alltagstaugliche und verkehrssichere Radwegeverbindung. Radfahrer nutzen aktuell teilweise die Kreisstraße K25, über die jedoch auch täglich rund 3.400 Pkw und ca. 120 Lkw fahren. Nun soll zwischen den Bereichen Schönebachsweg in Wilgersdorf und dem Gymnasium Wilnsdorf in Wilnsdorf ein sicherer Radweg entstehen. Der 1,85 km lange Weg wird auf der bestehenden Trasse des Wirtschaftsweges „Alter Siegener Weg“ angelegt, der zugleich auch der Nutzung durch die Land- und Forstwirtschaft dient.
Um die Radstrecke witterungsunabhängig nutzen zu können und wartungsarm zu gestalten, wird der Weg vollständig asphaltiert. Der neue Radweg wird grundsätzlich eine nutzbare Wegbreite von 3 Metern haben. Im Bereich des landwirtschaftlichen Betriebs vor Wilgersdorf wird der Weg auf 4 Meter verbreitert. Dadurch wird der dort vermehrt zu erwartende Begegnungsverkehr zwischen Radfahrern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen verkehrssicher ermöglicht.
Bis zur Bewilligung der Fördermittel musste die Gemeinde eine lange Planungsphase durchlaufen. Besondere Anforderungen im Genehmigungsprozess ergaben sich durch die Wegführung durch das Naturschutzgebiet „Weißbachtal“ und den Wald. Mittlerweile liegen die erforderlichen Genehmigungen der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein und des Landesbetriebes Wald & Holz vor.
Durch Artenschutz- und Umweltprüfungen sowie eine landschaftspflegerische Begleitplanung gewährleistet die Gemeinde, dass bei der geplanten Radwegebaumaßnahme die Schutzziele des Naturschutzgebiets Weißbachtal und des Landschaftsschutzgebiets Wilnsdorf beachtet und gesetzlich geschützte Biotope nicht beeinträchtigt werden. Zum Schutz von Amphibien werden während der Bauphase Schutzzäune aufgestellt und der Asphalt aufgehellt, um die Hitzeentwicklung auf dem Radweg zu reduzieren. Für die zusätzlichen Bodenversiegelungen durch die Asphaltierung des Schotterweges leistet die Gemeinde ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Hierzu wird im Wilgersdorfer Wald eine dem Borkenkäfer zum Opfer gefallene Fläche mit klimaresistenterem Laubwald wieder aufgeforstet.