Ortsteilforum: Niederdielfen im Fokus
In den vergangenen drei Jahren ist viel passiert in Niederdielfen. Davon konnten sich die Besucherinnen und Besucher des jüngsten Ortsteilforums überzeugen. Bürgermeister Hannes Gieseler hatte in die Mehrzweckhalle eingeladen, um über fertige Projekte und neue Planungen zu berichten. An seiner Seite standen der Beigeordnete und Ordnungsdezernent Johannes Schneider und der Baudezernent Martin Klöckner.
Hier ein Blick auf die wichtigsten Themen:
Straßen- und Wegebau
Mit der Auswechslung der Wasserleitung im Torwiesenweg legten die Gemeindewerke 2025 den Grundstein für die Deckensanierung dieser Straße, berichtete Baudezernent Martin Klöckner. Der Bereich zwischen Hausnummer 11 und 25 wurde auch schon erneuert. Die Planungen für den Straßenausbau zwischen Einmündung „Weißtalstraße“ und Hausnummer 11 laufen auf Hochtouren. Die Strecke soll gemeinsam mit dem Habornweg erneuert werden. Bei den Planungen sind aber noch einige Anpassungen nötig, da das Bauen im Bestand immer mit besonderen Herausforderungen und Ansprüchen verbunden ist. Ob im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden kann, ist derzeit noch offen. Klar ist allerdings, dass die Anlieger keine Beiträge zahlen müssen.
Im Rückblick konnte auch auf die erfolgreiche Sanierung des Verbindungswegs zwischen Niederdielfen und Obersdorf geschaut werden. Die wichtige Ortsteilverbindung wurde 2024 mithilfe einer 70%igen Förderung grundlegend ertüchtigt.
Für den nicht-motorisierten Verkehr war die Gemeindeverwaltung ebenfalls tätig. 2024 beseitigte sie eine Engstelle auf dem Fuß- und Radweg zwischen Niederdielfen und Flammersbach.
Schulen und Spielplatz
Der Schulhof der Realschule soll grüner werden und neue Sitzbereiche und Spielmöbel bekommen – für mehr Aufenthaltsqualität, aber vor allem für weniger Hitze in heißen Sommermonaten. Für diese klimaresiliente Umgestaltung erhält die Gemeinde rund 700.000 Euro an Fördermitteln. Leider gab‘s während des Baus zwei böse Überraschungen, berichtete Bürgermeister Hannes Gieseler in Vertretung für den erkrankten Fachdienstleister Tillmann Henrich: Zum einen waren die Trag- und Asphaltschichten nicht so gut beschaffen, wie es die Voruntersuchungen angezeigt hatten; außerdem wurden unerwartete Fundamentreste gefunden. In Kombination mit dem sehr nassen Wetter zum Ende des Sommers erwies sich der Untergrund als nicht tragfähig genug, so dass neu geplant werden musste.
Die Tragschicht wird nun abschnittsweise abgetragen und neu aufgebaut, ausgehend vom Gebäude. Eine Lösung, die zwar etwas teurer ist und auch mehr Zeit kosten wird, die aber die Einhaltung der Förderrichtlinie gewährleistet. Die Arbeiten sind sehr wetterabhängig. Daher wäre es zum jetzigen Zeitpunkt unseriös, einen Termin für die Fertigstellung zu nennen.
Ähnlich vage müssen Zeitprognosen auch noch beim Spielplatz Augraben bleiben: Die Detailplanungen sind abgeschlossen, die ersten Aufträge werden vorbereitet und auch schon Spielgeräte bestellt. Ob dieses Jahr noch ein Bagger anrollt, kann aber nicht versprochen werden. Das Ziel bleibt, dass der Spielplatz im Sommer 2027 genutzt werden kann.
Zwei weitere große Themen spielen die Hauptrolle beim Gebäudemanagement der Gemeinde Wilnsdorf: Maßnahmen für mehr Brandschutz und die energetische Sanierung der Gebäude. Arbeiten, die auch in der Realschule durchgeführt werden. Aktuell werden beispielsweise 50 Türen erneuert, damit sie künftig besseren Brandschutz gewährleisten. Kontinuierlich werden auch Fenster ausgetauscht, um mehr Energie zu sparen. Geplant ist gleichzeitig ein besserer Sonnenschutz fürs Schulzentrum.
Verkehr
Auf den Verkehr im Augraben legte die Gemeindeverwaltung in den vergangenen Jahren ein besonderes Augenmerk, berichtete Ordnungsdezernent Johannes Schneider. Als Angebot für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen wollen, wurde eine Hol- und Bringzone an der Siegener Straße gebaut, um den Verkehr aus dem Augraben zu holen. Ergänzend zum schon bestehenden Gehweg zur Grundschule wird aktuell auch eine direkte Verbindung zur Realschule gebaut, damit die Hol- und Bringzone noch attraktiver wird.
Zur weiteren Verkehrssteuerung wurde im Augraben ein absolutes Halteverbot eingerichtet, weil gerade „Eltern-Taxis“ die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Schulweg gefährden. Die Maßnahme zeigte nicht den gewünschten Erfolg, so dass die Verwaltung nun die Einrichtung einer sogenannten Schulstraße plant. Als Schulstraßen werden Straßen bezeichnet, die zu den Anfangs- und Endzeiten des Unterrichts für den Verkehr gesperrt sind. Die Durchfahrt zur Kita würde selbstverständlich gewährleistet bleiben. Über die Genehmigung der Schulstraße entscheidet die Kreisverkehrsbehörde, der Antrag der Gemeinde liegt bereits dort.
Auch über die Verzögerungen beim Umbau des Busbahnhofs Augraben informierte Johannes Schneider. Leider habe die Baufirma ihre Leistung nur verzögert erbracht, außerdem gab es Lieferprobleme bei den sogenannten Buskappsteinen, die für die Barrierefreiheit der Haltepunkte sorgen. Die letzten Arbeiten sollen in den Herbstferien erledigt sein.
Friedhofswesen
Im kommenden Jahr soll das Dach der Friedhofshalle erneuert und zu einem Flachdach umgebaut werden. Ein entsprechendes Konzept dafür wird derzeit erstellt.
Pläne fürs kommende Jahr gibt es auch bei den Wegen und der Bepflanzung. Im unteren Friedhofsteil sollen die noch unbefestigten Wege gepflastert werden. Die zu breit gewordene Scheinzypressenhecke im oberen Abschnitt soll entfernt werden, im Gegenzug ist ein Wildschutzzaun geplant.