Seiteninhalt

04.12.2019

Positive Bilanz zur Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Wilnsdorf

Was haben selbstgemachte Pizza, eine Gedenkstättenfahrt nach Berlin und der Ideenaustausch in kommunalpolitischen Veranstaltungen gemein? Im jüngsten Ausschuss für Familie und Soziales der Gemeinde Wilnsdorf gab Sarah Baltrock die Antwort.

Die Diplom-Pädagogin ist seit 2015 für die Offene Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Wilnsdorf zuständig, leitet den Wilnsdorfer Jugendtreff und präsentierte kürzlich den Ausschussmitgliedern ihren jährlichen Tätigkeitsbericht.

Baltrock blickte zufrieden auf das Jahr 2019 zurück, in dem ihr wieder erfolgreich der Spagat zwischen Freizeitgestaltung und Bildungsangeboten gelang und sie einige neue Stammbesucher für den Jugendtreff gewinnen konnte. "Offene Kinder- und Jugendarbeit muss vielseitig sein, um junge Menschen dort abzuholen, wo sie in ihrer persönlichen Entwicklung stehen", wusste die Diplom-Pädagogin zu berichten und wies darauf hin, dass das Programm im Jugendtreff von seinen Besuchern gestaltet wird, "ich unterbreite lediglich Vorschläge". Denn das mache Offene Kinder- und Jugendarbeit aus: Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbständigkeit zu fördern und zu unterstützen, ohne dass sie dabei eine verpflichtende Mitgliedschaft oder ähnliches eingehen müssen, betonte Baltrock.  Entsprechend unterschiedlich sahen die Aktivitäten im Jugendtreff aus, der an drei Tagen pro Woche geöffnet ist. Sie reichten vom gemeinsamen Kochen und Essen über Musikhören und Billardspielen bis hin zu ernsten Gesprächen über Sorgen und Probleme. Außerdem bot der Jugendtreff Wilnsdorf gemeinsam mit seinem Rudersdorfer Pendant, dessen Angebot vom Kath. Jugendwerk Förderband bereitgestellt wird,  wieder eine Gedenkstättenfahrt an, die die Teilnehmer dank der Förderung des Kreises Siegen-Wittgenstein und des Landes NRW kostengünstig nach Berlin führte.

Politisches Interesse bei Jugend wecken
Darüber hinaus nahmen die Jugendlichen die Einladung von Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler an, bei verschiedenen Veranstaltungen Einblick in das kommunale Politikgeschehen zu erhalten. Unter anderem besuchten sie das zweite IKEK-Forum, in dem das zukünftige Leitbild der Gemeinde Wilnsdorf vorgestellt und offen diskutiert wurde. Auch an der Erstellung des neuen Radverkehrskonzepts arbeiteten Jugendliche mit. Sie beteiligten sich an einem Workshop und konnten dort  ihre Wünsche und Anregungen zum Thema Radwege in der Gemeinde offen einbringen.

"Ich habe mich sehr gefreut, dass Jugendliche an diesen Veranstaltungen teilnahmen", erinnerte sich Bürgermeisterin Christa Schuppler im Ausschuss für Familie und Soziales. Die Bereitschaft zur politischen Teilhabe sei gegeben, "wir möchten aber noch mehr junge Menschen mobilisieren, um bei ihnen langfristig Interesse an Politik zu wecken", erklärte Schuppler. Daher solle das Thema Jugendbeteiligung im nächsten Jahr noch stärker weiterentwickelt werden.

Baltrock benannte weitere Projekte fürs kommende Jahr: Der Jugendtreff wird wieder Veranstaltungen für die Ferienspiele und den "Kulturrucksack" beisteuern, und auch eine Gedenkstättenfahrt wird es 2020 wieder geben. Außerdem will die Diplom-Pädagogin mit ihren Jugendlichen eine Umwelt AG gründen.