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04.04.2025

Richtfest am Höhwäldchen: Grundschüler gehen voller Vorfreude auf Entdeckungstouren durch die Baustelle

„Als Ihr das letzte Mal hier wart, zum Spatenstich, war alles matschig und hier war nur eine große leere Fläche. Man konnte nichts sehen, außer vielleicht einen Bagger. Und heute seht Ihr hier ein riesengroßes Gebäude“, begrüßte Bürgermeister Hannes Gieseler letzten Freitag die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wilnsdorf zum Richtfest der neu entstehenden Grundschule am Höhwäldchen.

Die Grundschüler durften den Rohbau bei Führungen durch die Baustelle erkunden. Das war besonders für die jetzigen Erst- und Zweitklässler interessant, denn sie sollen hier als Dritt- und Viertklässler im Sommer 2026 einziehen. Die Vorfreude der Grundschüler steckte nicht nur die Lehrkräfte und Schulleitungsteams an, sondern sorgte auch bei den Gemeindevertretern und den am Bau Beteiligten für gute Stimmung.

Die Projekt-Beteiligten hatten beim Richtfest viele Gründe, stolz zu sein. Bauleiter Thorsten Wagener fasste die bisherige Bauphase zusammen: „Seit dem Spatenstich sind 395 Tage vergangen und wir haben noch 450 Tage bis zur Schlüsselübergabe. Die erste Hälfte der Bauphase war manchmal schwierig: Von den 395 Tagen waren 200 Regentage, teilweise mit Starkregen.“ Trotzdem liegt das Projekt aktuell gut im Zeitplan. Und nicht nur das: „Stand heute liegen wir etwa 2 Mio. Euro unter den geplanten Baukosten, keine Selbstverständlichkeit bei einem Bauvorhaben dieser Größe“, freute sich Bürgermeister Hannes Gieseler.

Bisher wurden ungefähr 9.000 Kubikmeter Erde bewegt. Im Rohbau sind etwa 240 Kubikmeter Holz und 2.700 Kubikmeter Beton verbaut worden. Auf der aktuellen Baustelle kam sogar Recyclingbeton aus dem Abbruch der A45-Talbrücke Landeskroner Weiher zum Einsatz.

Die Gemeinde Wilnsdorf bewirbt sich mit dem Konzept der „Grünen Schule“ um das Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude Plus“ und einen Bundeszuschuss in Höhe von 1,3 Mio. Euro.

Der Neubau erfüllt die modernen ökologischen Standards und fügt sich optimal ins Gelände ein. So wird die Schule mit einem Gründach und einer PV-Anlage ausgestattet.  Sie soll mit einer Sole-Wärmepumpe heizen und für die Außenbewässerung anfallendes Regenwasser verwenden.

Für einige Bauarbeiten konnten regionalen Unternehmen gewonnen werden.

Die neue Grundschule erlaubt mit ihrem Gebäudekonzept, der sich an aktuellen pädagogischen Bedürfnissen orientiert, modernen Unterricht. Im Obergeschoss der Schule entstehen die sogenannten „Lernhäuser“, in denen jeder Jahrgang einen eigenen Bereich mit jeweils drei Unterrichtsräumen und dazugehörigen Differenzierungs- und Integrationsräumen, sowie Toiletten, nutzen kann. Im Erdgeschoss befinden sich Küche, Mensa und die Räume für die Offene Ganztagsbetreuung.  Auch der Lehrerbereich und Verwaltungstrakt sind hier eingegliedert. Besonders markant sind in dieser Etage das großzügige Foyer, welches auch als Veranstaltungsfläche genutzt werden kann, und der Blick in die Turnhalle, die eine Etage tiefer im Untergeschoss liegt. Da die Turnhalle auch von Vereinen genutzt werden soll, verfügt sie über einen separaten Eingang.

Am Ende stimmte Hannes Gieseler vollends in die Vorfreude der Schülerinnen und Schüler ein und lüftete noch ein Geheimnis: „Wenn Ihr hier hin umzieht, bekommt die Grundschule einen neuen Namen. Ihr geht dann auf die Wieland-Grundschule Wilnsdorf.“