Winteraktion zur Gebäudesanierung
Zugluft, kälteausstrahlende Fenster, kühle Außenwände – im Winter treten die wärmetechnischen Schwachstellen eines Hauses besonders spürbar zu Tage. Manch Eigentümer ahnt da vielleicht schon, dass energetisch saniert werden müsste. Die Gemeinde Wilnsdorf hilft dabei herauszufinden, wo konkreter Handlungsbedarf besteht.
ThermoCard deckt Kältebrücken auf
Den Blick auf sogenannte Wärmebrücken lenken will Wilnsdorfs Klimaschutzmanagerin Kerstin Riester. „Das sind Bereiche in Gebäudebauteilen wie Fenstern oder Außenwänden, durch die die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die angrenzenden Areale“, erklärt die Wirtschaftsingenieurin. Wärmebrücken verursachen nicht nur einen Wärmeverlust, der mit erhöhtem Heizbedarf einhergeht. An diesen Stellen treten oft hohe Luftfeuchtigkeit oder gar Tauwasser auf, was zu Schimmelbildung führen kann. „Gute Gründe, hier genauer hinzusehen“, unterstützt Bürgermeisterin Christa Schuppler das Engagement ihrer Klimaschutzmanagerin.
Zwei Angebote hat Kerstin Riester vorbereitet. Für interessierte Bürger hält die Klimaschutzmanagerin ThermoCards bereit, mit denen Wärmebrücken identifiziert werden können. „ThermoCard mit integriertem Folienthermometer an die zu untersuchende Oberfläche pressen, kurz warten und das Ergebnis gradgenau ablesen“, erklärt Riester das simple Messverfahren. Die ThermoCard ist kostenlos im Büro der Klimaschutzmanagerin zu erhalten, solange der Vorrat reicht.
Thermografie-Spa(r)ziergang zeigt energetische Schwachstellen
Wer sich detaillierter über Wärmebrücken und andere bauliche Heizenergiefresser informieren möchte, ist zum „Thermografie-Spa(r)ziergang“ am Freitag, den 19. Januar 2018 ab 18 Uhr eingeladen. Energieberater Joachim Weid nimmt Interessierte mit auf einen Rundgang durch einen noch zu bestimmenden Wilnsdorfer Ortsteil. Mit einer Wärmebildkamera wird der Energieberater der Verbraucherzentrale energetische Schwachstellen an verschiedenen öffentlichen und privaten Gebäuden sichtbar machen. Wer Interesse am Rundgang hat oder sein Haus als Untersuchungsobjekt zu Verfügung stellen möchte, kann sich bei Kerstin Riester melden. Der Rundgang ist kostenlos und wird bei großem Interesse auch in anderen Ortsteilen wiederholt. Veranstaltungsdetails werden Anfang Januar bekanntgegeben.