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13.05.2026

Vom Zufluchtsort zurück zum Treffpunkt

Fast drei Jahre lang lebten hier Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen waren. Jetzt steht das Dorfgemeinschaftshaus Wilden wieder leer und kann für Vereinsveranstaltungen oder private Feiern genutzt werden.

Der Saal kann schon gebucht werden. Die angrenzenden Räume werden in Kürze wiederhergerichtet sein. Wer Interesse hat, das Dorfgemeinschaftshaus für eine Veranstaltung zu mieten, kann sich gern an das Zentrale Gebäudemanagement der Gemeinde Wilnsdorf wenden, per Mail an vermietung@wilnsdorf.de.

Unterkunft für einhundert Geflüchtete

Im März 2022, drei Wochen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, hatte die Gemeinde Wilnsdorf die Veranstaltungsstätte zu einer Unterkunft für Geflüchtete umgebaut. Die regulären Notunterkünfte waren zu diesem Zeitpunkt bereits voll belegt.

Sieben provisorische Quartiere entstanden im Saal des Dorfgemeinschaftshauses, nur durch Sperrholzplatten und Vorhänge voneinander abgetrennt, mit Platz für je vier Personen. Auch eine ehemalige Hausmeisterwohnung im Obergeschoss wurde für die Unterbringung von Familien vorbereitet. Insgesamt fanden seit März 2022 über einhundert Geflüchtete ein Obdach im Wildener Dorfgemeinschaftshaus.

Nun baut die Gemeinde Wilnsdorf die provisorischen Unterkünfte wie geplant Schritt für Schritt zurück. Möglich machen das die zwischenzeitlich gesunkenen Flüchtlingszahlen. Der Wilgersdorfer Container wurde schon zum Jahresende 2025 aufgelöst, und auch die letzten Bewohner des Dorfgemeinschaftshauses Wilden sind vor einiger Zeit umgezogen.

Gemeinde bereitet sich anhaltende Zuweisungen vor

Allerdings steigen seit Jahresbeginn wieder die Zuweisungen Geflüchteter an die Kommune an, und die Weltlage wird nicht sicherer. Um nicht wieder Container anmieten oder Bürgerhäuser belegen zu müssen, will die Gemeinde Wilnsdorf ihre regulären Unterkünfte bedarfsgerecht weiterentwickeln. Denn auch die anderen Notunterkünfte – der Container in Rudersdorf und das Bürgerhaus Rinsdorf – können nur dann aufgelöst werden, wenn ausreichend reguläre Kapazitäten vorhanden sind oder geschaffen werden.

Die dafür nötigen Gelder hat der Gemeinderat mit dem Beschluss des Haushaltsplanes 2026 bereitgestellt. Welche Projekte als nächstes angegangen werden sollen, will die Verwaltung in den nächsten Rats- und Ausschusssitzungen vorstellen.