Mehr Grün, mehr Schatten und neue Möglichkeiten für Bewegung, Erholung und Unterricht
Der grüner Schulhof an der Realschule Niederdielfen nimmt Gestalt an. Noch ist für den neuen, klimaresilienten Schulhof viel Fantasie gefragt. Doch auf dem Schulhof der Realschule Niederdielfen entsteht gerade ein naturnaher und abwechslungsreicher Außenbereich.
Hier haben die Schülerinnen und Schüler künftig mehr Raum für Bewegung, Erholung und gemeinsames Lernen. Mit dem Start des neuen Schuljahres sind die ersten Schritte des Umbaus bereits abgeschlossen: Die Betonflächen sind entfernt, die Pflasterarbeiten für den wasserdurchlässigen Belag haben begonnen. Da lärmintensive Arbeiten am Schulhof bereits in den Ferien abgeschlossen wurden, werden die laufenden Bauarbeiten den Schulalltag kaum einschränken. Bis voraussichtlich Ende November sollen auch diese abgeschlossen sein.
Dann kann das Grün kommen: Acht widerstandsfähige Sumpfeichen im Zentrum des Schulhofs, und ein abwechslungsreicher Grünstreifen, der zugleich als grünes Klassenzimmer konzipiert ist. Dahinter bilden Sträucher, Büsche und Bäume eine natürliche Begrenzung des Schulhofes zur Straße. Sobald auch die bisherigen Sitzmöglichkeiten und Tischtennisplatten ihren neuen Platz gefunden haben, kann der neue Schulhof wieder vollständig genutzt werden.
Im Frühjahr soll die Ausstattung des Schulhofes noch einladender werden. Geplante Klettergeräte und zusätzliche Sitzbereiche im Grünstreifen kommen hinzu. Weitere Tische und Bänke ergänzen dann zwischen den Bäumen den Pausenhof. Die neuen Sitzbereiche können für das Mittagessen und als grünes Klassenzimmer genutzt werden. Die Gemeinde bemüht sich dafür derzeit um entsprechende Fördermittel.
Auch eine Outdoor-Chill-Landschaft ist vorgesehen. Wie diese aussehen soll, gestalten die Schülerinnen und Schüler selbst mit. Das Schülerprojekt startet voraussichtlich nach den Osterferien 2027.
Das Engagement der Schülerschaft ist bereits seit der Bewerbungsphase deutlich spürbar. Bereits in der Planungsphase haben sie eigene Ideen und Anregungen eingebracht.
Die Beteiligung endet aber nicht mit dem Umbau: Künftig sollen die Schülerinnen und Schüler auch Verantwortung für die Pflege der Pflanzen übernehmen und so ihren neuen Schulhof weiterhin aktiv mitgestalten.
Bauen während des Schulbetriebs
Die Bauarbeiten bedeuten für Schulalltag nur wenig Einschränkung. Alle wichtigen Zugänge bleiben sicher nutzbar – darunter sämtliche Eingänge, der Zugang zur Sporthalle und der überdachte Laubengang zwischen den Schulgebäuden und der Mehrzweckhalle.
Für die Pausen stehen die Pausenhalle und das Forum zur Verfügung. Wer an der frischen Luft sein will, kann weiterhin seine Pause in dem überdachten Bereich des Schulhofs verbringen. Zusätzlich können die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen einen Teil des Schulhofs der benachbarten Grundschule nutzen. Welche Flächen zur Verfügung stehen, stimmen die beiden Schulen je nach Baufortschritt miteinander ab.
Die Bauarbeiten während der Schulzeit sind durchaus gewollt: Die Schülerinnen und Schüler können unmittelbar miterleben, wie aus dem bisherigen Schulhof Schritt für Schritt ein neuer, grüner Lern- und Lebensraum entsteht. Gleichzeitig erhalten sie Einblicke in unterschiedliche Arbeiten rund ums Bauhandwerk und mögliche berufliche Perspektiven.
Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Fonds für den gerechten Übergang (JTF). 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben von rund 700.000 Euro werden über diese Förderprogramme finanziert.