Gemeinde zieht Bilanz: Wärme- und Stromverbrauch seit 2020 deutlich gesunken
Was bringen eigentlich energetische Sanierungen und Investitionen in effizientere Technik? Ein Blick auf die Verbrauchszahlen der Gemeinde Wilnsdorf zeigt: Sie machen sich bemerkbar.
In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses wurde der Energiebericht der Gemeinde Wilnsdorf fürs Jahr 2025 vorgestellt. Gebäudemodernisierung ist aber natürlich schon länger ein Thema der Gemeindeverwaltung.
Ein Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre zeigt, dass der Wärmeverbrauch seit 2020 um 15 Prozent gesunken ist. Beim Stromverbrauch konnte die Gemeinde im gleichen Zeitraum sogar eine Reduzierung um 19 Prozent erreichen.
Dächer saniert, alte Fenster ausgetauscht
Zu dieser Entwicklung haben verschiedene Sanierungsmaßnahmen beigetragen, vor allem Dachsanierungen und der Austausch von alten Fenstern. Das ist u.a. an der Turnhalle und dem Bürgerhaus Oberdielfen geschehen, auch die Mehrzweckhalle Anzhausen hat eine neue Fensterfassade erhalten, die Turnhalle Obersdorf und die Turnhalle der Realschule Niederdielfen ein neues Dach – letzteres sogar begrünt.
Wenn möglich, wurden auf den sanierten Dächern auch gleich PV-Anlagen installiert, um die Eigenstromgewinnung voranzutreiben, z.B. am Rathaus und dem Gymnasium. Mit Maßnahmen wie diesen konnte die Stromerzeugung in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht werden.
Wärmepumpen arbeiten in Niederdielfen und Wilgersdorf
Ein besonders schönes Beispiel: die Mehrzweckhalle Wilgersdorf. Die dort installierte PV-Anlage wurde mit einer neuen Wärmepumpe gekoppelt, so dass Strom und Wärme vor Ort generiert werden. Eine weitere Wärmepumpe arbeitet im Anbau der Grundschule Niederdielfen. Allein durch den Einsatz dieser beiden Anlagen konnten im Jahr 2025 mehr als 30.000 Euro Heizkosten eingespart werden.
Die sinkenden Verbrauchszahlen zeigen, dass energetische Sanierungen nicht nur eine Frage der Energieeffizienz sind. Sie sind auch eine Investition in den wirtschaftlichen Betrieb der kommunalen Gebäude – und damit auf Perspektive eine Entlastung für den gemeindlichen Haushalt.