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11.08.2025

Ruhewald Wilnsdorf ist eröffnet

Seit heute können Urnenplätze im Ruhewald Wilnsdorf erworben werden. Die Eröffnung des neuen Bestattungsortes am Höhwäldchen wurde am vergangenen Samstag mit einer kleinen Andacht gefeiert, an der auch der katholische Pfarrer Uwe Wiesner und die evangelische Pfarrerin Rebecca Müller mitwirkten. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Musikkapelle Wilnsdorf.

Letzte Ruhe in der Natur

Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, den Ruhewald zu besuchen und sich über die neue Bestattungsform zu informieren. Bürgermeister Hannes Gieseler dankte in seiner Ansprache allen Beteiligten für die Unterstützung während der langen Planungsphase, allen voran den zuständigen Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung. Ein besonderer Dank galt der Waldgenossenschaft Wilnsdorf, die die benötigten Flächen zur Verfügung gestellt hatte. "Die Idee, einen Ruhewald in Wilnsdorf zu schaffen, gab es schon seit einigen Jahren", blickte Gieseler zurück. Entsprechend offen waren die Ohren im Rathaus, als die Waldgenossen 2021 mit einer konkreten Standortidee auf die Verwaltung zukamen. "Gemeinsam haben wir dann aber einen noch besser geeigneten Ort gefunden - und der liegt heute zu unseren Füßen". 

Aufs Höhwäldchen fiel die Wahl, weil sich dort soziale Infrastruktur konzentriert wie an kaum einer anderen Stelle in der Gemeinde Wilnsdorf: angefangen bei Kita, Grundschule und Gymnasium, weiter über Tennishalle und Sportstadion, bis hin zu altersgerechtem Wohnen und einem Seniorenheim. "Manche sprechen schon mit einem Schmunzeln davon, dass sich hier ein ganzer Lebenskreis schließen kann", zitierte der Bürgermeister. Und das Ganze zentral gelegen in der Gemeinde, eingebettet in vorhandene Verkehrsinfrastruktur und direkt neben einem wunderschönen und gesunden Laubwald. "Ein Wald, der schon viele Jahrzehnte gewachsen ist. Ein Wald, der still ist, aber nicht einsam. Ein Wald, der genau die richtige Atmosphäre ausstrahlt für das, was wir hier ermöglichen wollen", befand Gieseler.

Urnenplätze unter Bäumen

Der große Zuspruch aus der Bevölkerung, der das Rathaus schon während der ersten Gedankengänge erreichte, bestärkte Bürgermeister und Verwaltung in ihren Plänen. Und so wurden ab 2023 alle Hebel in Gang gesetzt, um die Idee Wirklichkeit werden zu lassen. "Und so ist es uns gelungen, einen ganz besonderen Ort für die letzte Ruhe zu schaffen. Einen Ort, der dem Wandel in der Bestattungskultur Rechnung trägt", freut sich Wilnsdorfs Bürgermeister über diese neue Ergänzung im Bestattungswesen.

In dem 3,7 Hektar großen Laubwaldstück können Urnen unter einem der ausgewählten Bestattungsbäume beigesetzt werden, auch gemeinsame Familienbäume sind möglich. Eine kleine Namenstafel am Baum wird an den Verstorbenen erinnern. Die Pflege der Bäume übernimmt die Gemeinde Wilnsdorf, für den Schmuck der Gräber sorgt allein die Natur.

976 Euro kostet der Grabplatz an einem sogenannten Gemeinschaftsbaum, an dem – je nach Stammumfang – bis zu 12 Urnen Platz finden. Es ist aber auch möglich, für 4.601 Euro das Nutzungsrecht an einem ganzen Baum zu erwerben, zuzüglich 401 Euro für jede Belegung. Rechenbeispiel: Ein Freundes- oder Familienbaum mit acht Urnenplätzen kostet dann in Summe 7.809 Euro, wenn alle Plätze belegt sind. Zu den Nutzungsgebühren kommt, wie bei jeder Beerdigung, die Gebühr für die jeweilige Grabherstellung hinzu.

Bei Interesse an einem Urnenplatz oder einem ganzen Baum steht die zuständige Kollegin  Michaela Setz gern für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Um vorherige Terminvereinbarung wird gebeten.

Mehr Informationen sind in der Informationsbroschüre zu finden (s. Infokasten "Downloads").