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07.11.2025

Wilnsdorfer Rat nimmt Arbeit auf

Der im September neu gewählte Gemeinderat ist am vergangenen Donnerstag zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. "Eine ganz besondere", wie Bürgermeister Hannes Gieseler betonte, "denn heute legen wir die Regeln unserer Zusammenarbeit fest".

Dementsprechend standen einige formelle Entscheidungen auf der Tagesordnung: z.B. wurden die Fraktionsvorsitzenden benannt, die Bildung der Ausschüsse vorbereitet und eine Geschäftsordnung beschlossen. Wichtig war dem Bürgermeister, auch die Debattenkultur in den Blick zu nehmen. „Gerade von uns Kommunalpolitikerinnen und -politikern erwarten die Bürgerinnen und Bürger Sachlichkeit, Besonnenheit und ein Miteinander, das nach Lösungen sucht, und nicht den Konflikt“, unterstrich Gieseler. „Bisher ist uns das immer recht gut gelungen, und das sollte auch unser Anspruch für die neue Wahlzeit sein“, richtete er sich an alle Ratsmitglieder.

Bei seiner Rede blickte Gieseler in einige neue Gesichter, da es in Folge der Kommunalwahl einen Wechsel auf fünfzehn Ratssitzen gab. Unter den neuen Repräsentanten sind aber viele, die sich zuvor schon als sogenannte Sachkundige Bürger in die Wilnsdorfer Kommunalpolitik eingebracht hatten.

Die neue Verteilung im Rat:

  • CDU: 15 Sitze
  • SPD: 9 Sitze
  • AfD: 3 Sitze
  • Bürger für Wilnsdorf und FDP: 3 Sitze
  • Bündnis90/ Die Grünen: 2 Sitze
  • Fraktionslose Mitglieder: 2 Sitze

Ausgeschiedene Ratsmitglieder verabschiedet

Jene Ratsmitglieder, die dem Gremium nicht mehr angehören, verabschiedete Bürgermeister Gieseler mit persönlichen und sehr wertschätzenden Worten. „Sie alle haben unsere Gemeinde vorangebracht, dafür gilt Ihnen großer Dank“.

Als besondere Auszeichnung überreichte er den Wappenteller der Gemeinde Wilnsdorf an alle ehemaligen Ratsmitglieder, die dem Gremium zwei volle Wahlperioden oder länger angehörten:

  • Bernd Danzenbächer
  • Klaus Grünebach
  • Karsten Helmes
  • Friedrich Holzhauer
  • Michael Mockenhaupt
  • Karin Otterbach
  • Klaus Dieter Steiner
  • Gabriele Wagener

Mit der Verdienstmedaille der Gemeinde Wilnsdorf wurden für eine volle Wahlperiode als Ratsmitglied geehrt:

  • Annegret Berg
  • Matthias Lohmann
  • Gerald Raske
  • Peter Schimmeyer
  • Torben Wenzel

Stellvertretende Bürgermeister gewählt

In einer ersten Amtshandlung wählte der neue Rat die Stellvertreter des Bürgermeisters. Hannes Gieseler wird in seinen repräsentativen Aufgaben künftig von Reinhold Kopfer (CDU) und Annika Hoffmann (SPD) unterstützt.

Der 75-jährige Reinhold Kopfer aus Wilnsdorf gehört dem Gemeinderat seit zwei Jahren an. Die ebenfalls in Wilnsdorf lebende Annika Hoffmann begleitete die Ratsarbeit bisher als sachkundige Bürgerin, im September wurde die 41-Jährige neu in den Gemeinderat gewählt. Bürgermeister Hannes Gieseler gratulierte beiden herzlich zur neuen Funktion. „Danke, dass Sie bereit sind, dieses zusätzliche Ehrenamt zu übernehmen“, freut sich Gieseler auf die tatkräftige Unterstützung. 

Erinnerung an Ehrenbürger und Bürgermeister a.D. Karl Schmidt

Mit einer Schweigeminute gedachte der Gemeinderat dem kürzlich verstorbenen Bürgermeister a.D. Karl Schmidt. „Die Gemeinde Wilnsdorf trauert um einen Mann, der über mehr als drei Jahrzehnte hinweg die Geschicke unserer Gemeinde geprägt hat, mit Weitblick, Entschlossenheit und einer tiefen Verbundenheit zu Wilnsdorf und seinen Menschen“, würdigte Hannes Gieseler die außergewöhnliche Leistung seines Amtsvorgängers.

Karl Schmidt übernahm 1969 das Amt des Wilnsdorfer Gemeindedirektors und führte die frischgebildete Kommune durch die entscheidenden Anfangsjahre. 1997 wurde er vom Rat der Gemeinde Wilnsdorf zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister gewählt, zwei Jahre später schenkten ihm auch die Wählerinnen und Wähler ihr Vertrauen für fünf weitere Jahre. 2004 trat Schmidt in den verdienten Ruhestand. „In seiner Amtszeit schuf Karl Schmidt die Grundlagen für das, was die Gemeinde Wilnsdorf heute auszeichnet: eine moderne Infrastruktur, attraktive Wohn- und Gewerbegebiete, gut ausgebaute Schulen, Sportstätten, Bürgerhäuser und ein lebendiges kulturelles Leben“, unterstrich Hannes Gieseler. „Sein Name wird untrennbar mit der Geschichte und Entwicklung unserer Gemeinde verbunden bleiben“.