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17.06.2026

Bundesweites Erinnern an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR

Der 17. Juni gehört zu den wichtigsten Gedenktagen des vereinten Deutschlands, weshalb auch am Wilnsdorfer Rathaus die Flaggen wehen werden. An diesem Tag wird an die zahlreichen mutigen Frauen und Männer erinnert, die 1953 gegen das SED-Regime protestiert und für Freiheit, Demokratie und deutsche Einheit demonstriert haben. Ihr Aufstand wurde von der sowjetischen Armee blutig niedergeschlagen.

Anlass des Aufstandes war die Verschlechterung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lage in der damaligen DDR, die durch eine im Mai 1953 verfügte Arbeitsnormerhöhung um 10% noch verschärft wurde. Am Morgen des 17. Juni legten Arbeiter im ganzen Land die Arbeit nieder. Demonstrationszüge formierten sich. Zentren waren neben Berlin noch Halle, Leipzig, Merseburg und Magdeburg. Nach Schätzungen beteiligten sich zwischen 400.000 und 1,5 Millionen Menschen. Um 13 Uhr wurde in Berlin der Ausnahmezustand ausgerufen, die Sektorengrenze weitgehend abgeriegelt, 600 Panzer rückten aus. Landesweit wurden 16 Divisionen der Sowjetarmee mobilisiert, um die Demonstrationen zu beenden. Zwischen 50 und 125 Menschen kommen ums Leben. Tausende Protestler kamen vorrübergehend in Haft, 1526 Angeklagte vor Gericht. 2 Personen wurden zum Tode verurteilt. Während die DDR-Regierung von einem durch westliche Geheimdienste inszenierten "faschistischen Putsch" sprach, bewerteten westdeutsche Politiker die Aufstände als den Willen der ostdeutschen Bevölkerung zur Freiheit und zur deutschen Einheit.

Mehr Infos: www.bpd.de (Bundeszentrale für politische Bildung)